Ergänzungs-Set Lineartrieb

Ein Baukasten-System mit genormten (Metall-)Bauteilen für Entwicklung und Prototyping von kleineren Maschinen. / A Metal Construction Set for prototyping and fast devolpment of small devices.
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case
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Re: Ergänzungs-Set Lineartrieb

Beitrag von case » Fr 14. Jun 2013, 03:48

Hi Sebastian,
Tony Ford hat geschrieben:du sprichst mir aus der Seele, genau dies dachte ich mir so. Muss mich dafür aber erstmal in FreeCAD einarbeiten, d.h. etwas wird es dauern ;-)
Sketchup würde auch gehen, das ist am Anfang etwas einfacher und intuitiver zu lernen. Aber Freecad ist auf jedenfall mittelfristog die beste Wahl.
Was mir dabei auch noch auffällt ist, dass man die einzelnen Teile im Set evt. noch eine Kennung geben sollte.
T-Slot-Profil Nut 640mm
z.B. TSPN-640, damit man die Teile eindeutig identifizieren, suchen, tauschen, kaufen, verkaufen, usw. kann.
Ja, kommt noch, wir haben ja schon einige Überlegungen dazu angestelt
Meine Vision wäre es, dass man sich nämlich eine Kontruktion z.B. Handtuchhalter aus dem Web lädt, dort dann Bauanleitung sowie benötigte Teile sowie Bezugsquellen vorfindet und jene Teile dann gezielt handeln und tauschen kann. Ideal wäre es, wenn es die Teile lokal vor Ort gäbe, man in jedem Ort Leute findet, welche ein Basisset vorrätig haben oder eben Teile selbst herstellen oder beziehen können.
Es evt. Leute gibt, welche für Kunden gegen einen kleinen Aufpreis den Handtuchhalter gleich montieren, demontieren oder umrüsten.
Genau, Stichwort opensource-Economy.

Neben dem Handtuchhalter bräuchte ich u.a. auch noch zwei kleine Regale für den Dachboden, denn die Kunststoffregale sind instabil und gefallen mir nicht, da würden sich solche Regale mittels Profile ebenfalls anbieten.
Dazu würde ich die Aluprofile eher nicht empfehlen, weil zu teuer.
Stattdessen hätte ich ne Alternative anzubieten: Ich möchte demnext mal gerne ein Set definieren, welches aus Holzteilen besteht, das wäre für Deinen Zweck am besten geeignet.

Gruss, Oliver
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Tony Ford
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Re: Ergänzungs-Set Lineartrieb

Beitrag von Tony Ford » Fr 14. Jun 2013, 14:53

Hallo Oliver

die Kosten für das Regal sehe ich nicht als ein Problem an, wenngleich es ein Holzregal auch tun würde.
Mal visionär gedacht, müssten die Anschaffungskosten eigentlich in den Hintergrund rücken, weil sie gesamtwirtschaftlich eigentlich nur noch eine sekundäre Rolle verglichen mit heutigen Anschaffungskosten spielen.
Damit meine ich nicht, dass die Anschaffungskosten für z.B. ein OSE-Regal günstiger sein werden, nur muss ein OSE-Regal eben gar nicht günstig sein, weil im Gegensatz zu einem kommerziell gefertigten Lagerregal der Wertverlust sehr sehr viel geringer ausfallen wird, da man die Teile aus dem das OSE-Regal besteht, für andere Anwendungen weiterverwenden kann.

So gehe ich davon aus, wenn sich Jemand ein OSE-Regal baut und entsprechend die Bauteile aus dem Baukasten verwendet, er vielleicht 200€ für die Anschaffung löhnt, 5 Jahre später bei guter Erhaltung vermutlich noch 180€ zurück bekommt, zudem er durch die vielseitige Verwendung der einzelnen Regalteile er das Regal ohne Probleme verkauft bekommt oder z.B. gegen andere Teile umtauscht.
Das IKEA-Regal für 100€ hingegen ist nach 5 Jahren vielleicht noch 10 bis 20€ wert, weil die verwendeten Teile eben anderswo nicht wirklich verwendbar sind, d.h. sich der weitere Nutzen nur auf ein Regal beschränkt.
Ja und was macht in der Regel der Kunde, wenn das Regal defekt geht, z.B. was bricht?
Dann wird ein neues Regal gekauft und wieder 100€ hingelegt, weil eine Reparatur viel zu teuer und man die Ersatzteile nicht überall bekommt.

Wenn beim OSE-Regal z.B. mal etwas bricht, so tauscht man nur dieses eine Teil einfach aus und kann das Regal weiter nutzen.

Man stelle sich die Perspektiven vor, welche man mit einer solchen Bauweise eröffnen würde. So könnte der Konsument Regale problemlos erweitern oder umbauen, so könnte er sogar in finanzieller Not sein Regal zerlegen und die Einzelteile problemlos weiterverkaufen und den Werterhalt jener Bauweise ausnutzen.

Man stelle sich vor es gäbe Händler und Tauschbörsen in denen man ein Regal für 200€ kauft und jederzeit wieder für 180€ verkaufen kann.

Man stelle sich dies mal aus Sicht eines Unternehmens vor, welches seine Lager, Büros usw. mit Regalen oder Tischen ausstatten muss, dies zumeist auf Darlehensbasis. Für ein Unternehmen wäre der Werterhalt sowie die unproblematische Anpassung unschlagbare Argumente um solche Regalsysteme diversen kommerziellen Regalsystemen vorzuziehen. Hierfür wäre so manches Unternehmen sicherlich bereit auch doppelte Preise zu bezahlen, denn es müsste ein solches Regal eben nicht nach 2 Jahren abgeschrieben haben, sondern kann es angesichts des geringen Wertverlustes nun über 10 oder gar 20 Jahre abschreiben, so dass die Kosten trotz des doppelten Preises sehr viel niedriger wären.

Und wenn dies nicht nur ein paar wenige Unternehmen und Haushalte betreffen würde, so hätte dies den Effekt, dass mit den sinkenden Kosten die Margen in den Unternehmen sowie die verfügbaren Geldmittel der privaten Haushalte steigen würden, so dass wiederum weniger Geld erwirtschaftet, weniger Umsatz gemacht werden muss um den gleichen Lebensstandard halten zu können.
Durch die sinkenden Umsätze wiederum sinken auch die Schuldenlasten, sinkt die Zinslast, usw. usw. usw.

Also ich sehe darin enormes Potenzial und falls wir ein Regal auf die Beine bekämen, hätte ich auch schon einen guten Bekannten an der Hand, welcher sowas kurzerhand vertreiben und evt. auch bewerben könnte.
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case
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Re: Ergänzungs-Set Lineartrieb

Beitrag von case » Di 18. Jun 2013, 00:18

Hi Sebastian,
Tony Ford hat geschrieben: die Kosten für das Regal sehe ich nicht als ein Problem an, wenngleich es ein Holzregal auch tun würde.
Ich glaube für ein Regal sind die Tslot-Profile mit 20x20 zu spillerig, das müsste dann schon eher in Richtung 40x40 gehen und das wäre dann schon erheblich teuerer. Bei den L-Profilen das Gleiche. Abgesehen davon ist es vielleicht auch noch eine Designsfrage, wenns ein sehr futuristischer Style sein soll oder irgendeinen besonderer funktionaler Aspekt damit verbunden ist, könnte ich mir auch vorstellen das zu verwenden, aber für Keller oder Dachboden spielt das glaub ich nicht so eine große Rolle.

Aber zumindest wäre ein Regal, wie auch der Handtuchhalter, hier innerhalb der Diskussion ein gutes Beispiel für ein direkt aus dem Baukasten erstellbares Endprodukt was ja insofern ein neuer Aspekt ist, als das ich den Baukasten bislang eher als Mittel zur Erstellung von Maschinen zur Erstellung von Endprodukten angesehen und dargestellt habe.

Ich bin im Moment gerade dabei ein anderes "direkt erstelltes Endprodukt" zu entwickeln und zwar einen Solartrockner.

Ich denke man kann solcherlei Endprodukten am besten auf folgende Weise gerecht werden, nämlich, indem man die Bauteile nicht nur in Sets, sondern auch einzeln anbietet. Das Set ist wahrscheinlich eher was für jemand, der da wirklich Prototyping mit machen will, aber es wird später, wenn mal etliche Konstruktionsbeispiele vorhanden sind, sicherlich auch viele Leute geben, denen egal ist was man sonst noch mit dem jeweiligen Set bzw. den weiteren darin enthaltenen Teilen machen kann und die einfach nur dieses oder jenes Endprodukt haben wollen und dazu genau die passenden Bauteile, mit denen sie das realisieren können.
Mal visionär gedacht, müssten die Anschaffungskosten eigentlich in den Hintergrund rücken, weil sie gesamtwirtschaftlich eigentlich nur noch eine sekundäre Rolle verglichen mit heutigen Anschaffungskosten spielen.
Damit meine ich nicht, dass die Anschaffungskosten für z.B. ein OSE-Regal günstiger sein werden, nur muss ein OSE-Regal eben gar nicht günstig sein, weil im Gegensatz zu einem kommerziell gefertigten Lagerregal der Wertverlust sehr sehr viel geringer ausfallen wird, da man die Teile aus dem das OSE-Regal besteht, für andere Anwendungen weiterverwenden kann.

So gehe ich davon aus, wenn sich Jemand ein OSE-Regal baut und entsprechend die Bauteile aus dem Baukasten verwendet, er vielleicht 200€ für die Anschaffung löhnt, 5 Jahre später bei guter Erhaltung vermutlich noch 180€ zurück bekommt, zudem er durch die vielseitige Verwendung der einzelnen Regalteile er das Regal ohne Probleme verkauft bekommt oder z.B. gegen andere Teile umtauscht.
Das IKEA-Regal für 100€ hingegen ist nach 5 Jahren vielleicht noch 10 bis 20€ wert, weil die verwendeten Teile eben anderswo nicht wirklich verwendbar sind, d.h. sich der weitere Nutzen nur auf ein Regal beschränkt.
Ja und was macht in der Regel der Kunde, wenn das Regal defekt geht, z.B. was bricht?
Dann wird ein neues Regal gekauft und wieder 100€ hingelegt, weil eine Reparatur viel zu teuer und man die Ersatzteile nicht überall bekommt.
Das kann ich wohl soweit nachvollziehen und würde dem auch zustimmen, allerdings bin ich ein zu schlechter Geschäftsmann um einschätzen zu können, inwieweit das breite Publikum auch diesen Vorteil sieht und entsprechend bereit ist dafür etwas zu bezahlen.

Ich weiss nur für mich selbst das ich wahrscheinlich so ein Mittelding sein werde. Einerseits steht für mich zwar der Prototyping-Aspekt im Vordergrund und bin ich mir des Vorteils, Sachen auch mal wieder auseinander zu schrauben zu können bewusst. Andererseits wird es in der Praxis wohl eher darauf hinauslaufen, das ich sobald ich etwas damit gebaut habe, also sagen wir mal z.B. einen 3-Printer, ich diesen so lassen werde und mir stattdessen die fehlenden Teile schnell nachbestellen werde um wieder ein vollständiges Set bereit liegen zu haben.

Für mich liegt halt der wichtigste Vorteil darin, wenn ich eine IDee habe, schnell auf einen definierten Fundus an Bauteilen zugreifen und die Sache in die Tat umsetzen zu können.
Wenn beim OSE-Regal z.B. mal etwas bricht, so tauscht man nur dieses eine Teil einfach aus und kann das Regal weiter nutzen.
Ja, Änderungen und Erweiterungen sind für mich ebenfalls ein wichtiger Aspekt, der bei damit erstellten Geräten und Maschinen wahrscheinlich häufig zum tragen kommt, etwa im Zuge von Optimierungsprozessen. Es könnte ja jemand einen Verbesserungsvorschlag oder ein Zusatzmodul für eine Maschine als Konstruktionsbeispiel posten. Ich hätte dann sofort alles da, was ich bräuchte, um dieses neue Modul auch bei mir auszuproieren.
Man stelle sich die Perspektiven vor, welche man mit einer solchen Bauweise eröffnen würde. So könnte der Konsument Regale problemlos erweitern oder umbauen,
Genau das.
so könnte er sogar in finanzieller Not sein Regal zerlegen und die Einzelteile problemlos weiterverkaufen und den Werterhalt jener Bauweise ausnutzen.
Wäre denkbar. Im Gegensatz zu einem proprietären, d.h., industriell gefertigten Produkt, also etwa einem Plastikstuhl, wenn ich davon ein Bein absäge dann erhalte ich zwei Stücke Schrott für die mir niemand etwas geben würde. Bei den Baukastenteile würde aber eine vorherige Nutzung als etwas anderes den funktionellen Gebrauchswert kaum einschränken, und damit - guter Zustand vorausgesetzt - wird der Marktwert für ein gebrauchtes Teil wahrscheinlich nicht soooviel tiefer unter dem Neuwert liegen, als das bei einem proprietären Produkt normalerweise der Fall ist. Letztere Art von Produkten verliert ja schon allein dadurch seinen Wert, das laufend neue Modelle rauskommen, selbst wenn das alte Teil noch tadellos in Ordnung ist und funktioniert, man denke etwa an Handys.

Man stelle sich vor es gäbe Händler und Tauschbörsen in denen man ein Regal für 200€ kauft und jederzeit wieder für 180€ verkaufen kann.
Ich glaube, dafür würde eBay schon reichen, da brauchts noch nicht mal spezielle Tauschbörsen.
Man stelle sich dies mal aus Sicht eines Unternehmens vor, welches seine Lager, Büros usw. mit Regalen oder Tischen ausstatten muss, dies zumeist auf Darlehensbasis. Für ein Unternehmen wäre der Werterhalt sowie die unproblematische Anpassung unschlagbare Argumente um solche Regalsysteme diversen kommerziellen Regalsystemen vorzuziehen. Hierfür wäre so manches Unternehmen sicherlich bereit auch doppelte Preise zu bezahlen, denn es müsste ein solches Regal eben nicht nach 2 Jahren abgeschrieben haben, sondern kann es angesichts des geringen Wertverlustes nun über 10 oder gar 20 Jahre abschreiben, so dass die Kosten trotz des doppelten Preises sehr viel niedriger wären.

Und wenn dies nicht nur ein paar wenige Unternehmen und Haushalte betreffen würde, so hätte dies den Effekt, dass mit den sinkenden Kosten die Margen in den Unternehmen sowie die verfügbaren Geldmittel der privaten Haushalte steigen würden, so dass wiederum weniger Geld erwirtschaftet, weniger Umsatz gemacht werden muss um den gleichen Lebensstandard halten zu können.
Durch die sinkenden Umsätze wiederum sinken auch die Schuldenlasten, sinkt die Zinslast, usw. usw. usw.
*grins* naja, ich vermag Dir zwar gerade noch zu folgen, aber wenns solche Ausmaße annimt, dann wirds mit Sicherheit noch irgendeine Art von Problemen mit dem etablierten System geben, denn das funktioniert genau entgegengesetzt.

Aber genaugenommen bezieht sich das ja auch nicht nur auf den Baukasten sondern auf alle OSE-Projekte und -Produkte, was Du da beschreibst ist der Grundgedanke der OpenSourceEconomy.
Also ich sehe darin enormes Potenzial und falls wir ein Regal auf die Beine bekämen, hätte ich auch schon einen guten Bekannten an der Hand, welcher sowas kurzerhand vertreiben und evt. auch bewerben könnte.
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Meinetwegen gerne, aber jeder andere, der möchte auch. Genau dafür machen wir ja die Pläne OpenSource verfügbar.

Ich hab jetzt inzwischen schon mal das kürzlich angesprochene Holz-Set definiert bzw.angefangen, das in groben Zügen zu umreissen. Du kannst ja mal schauen ob die Bauteile für ein Regal wie es Dir vroschwebt passend sein könnten und falls och etwas spezielles fehlt, wie z.B. Regalböden, so kann man das in einem Ergänzungsset noch zusätzlich definieren. Das Basis-Set ist übrigens noch nicht ganz fertig, sondern da kommen noch schmalere Kanthölzer von 32x32mm mit Lochreihen hinzu.

Gruss, Oliver
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Re: Ergänzungs-Set Lineartrieb

Beitrag von J.R.I.B. » Do 16. Jan 2014, 16:19

Slider Maße:


Case, ich habe ein Problem bei den Slidern: Könntest du vielleicht mal kurz die Maße ansehen:
  • hier im Wiki
    Bild
    und
  • hier bei mir, eingepasst in die T Slot Profile:
    UniProKit-Linear-SliderMas- 2014-01-16-.png
    UniProKit-Linear-SliderMas- 2014-01-16-.png (19.55 KiB) 2185 mal betrachtet

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Re: Ergänzungs-Set Lineartrieb

Beitrag von J.R.I.B. » Do 16. Jan 2014, 17:15

Hi, hab's mir nochmal angeschaut. Passt jetzt doch alles. Ist nur ein halber Milliter, um den es ging. Nur dass ich nicht weiß, welches die neuere Version ist: ob die CAD-Zeichnung oder der Prototyp:
Bild

Im Prototyp scheint erprobt:
  • Angestellte Flanken zur Verringerung der Reibung.
  • Gehobelte Kanten zur Vergrößerung der Kontaktfläche (Reibung).
Wenn wir die Kanten wie im Prototyp wollen, sollten wir lieber 3.5mm im Modell verwenden, damit dann nach dem Abrunden der Kanten nicht zu viel Luft ist?

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Re: Ergänzungs-Set Lineartrieb

Beitrag von case » Fr 17. Jan 2014, 10:35

Hi Jan,
J.R.I.B. hat geschrieben:Hi, hab's mir nochmal angeschaut. Passt jetzt doch alles. Ist nur ein halber Milliter, um den es ging. Nur dass ich nicht weiß, welches die neuere Version ist: ob die CAD-Zeichnung oder der Prototyp:
Der Prototyp ! Die CAD-Zeichnung hatt ich damals nur gemacht um die Idee zu illustrieren wusste aber noch nicht die genauen Maße. Die hab ich beim Prototyp dann durch ausprobieren ermittelt, d.h. versucht so einzustellen, dass es einerseits möglichst wenig Spiel hat aber andererseits noch gut gleitet.

Die Maße sind auch jetzt noch nicht hundertprozentig, da es i.d. Praxis z.B. auch darauf ankommt, ob eine gelieferte 5mm-PTFE-Platte auch wirklich 5mm stark ist oder etwa nur 4.8mm.

Aber wieauchimmer, ich hab grad mal den Slider nachgemessen damit Du ein paar Zahlen hast die Du verwenden kannst:

Die Breite des T-Querbalkens beträgt 9,8mm, die des T-Stiels 5.8mm. Das, was bei Dir 3.5mm sind sind am Stück eher 3mm und der seitliche Überstand beträgt 2mm anstatt 1.25 (was auch rechnerisch passt). Der Überstand wo das Teil aus der Nute heraus schaut beträgt etwa 0.5mm.
Im Prototyp scheint erprobt:
Angestellte Flanken zur Verringerung der Reibung.
Genau.
Gehobelte Kanten zur Vergrößerung der Kontaktfläche (Reibung).
? Was meinst Du damit ? Die Phase bzw. "abgerundete" Kante ?
Wenn wir die Kanten wie im Prototyp wollen, sollten wir lieber 3.5mm im Modell verwenden, damit dann nach dem Abrunden der Kanten nicht zu viel Luft ist?
Also, ich sags mal so: Die Phase sollte weder Luft haben noch die Reibung vergrößern, es ist eher so, dass wenn ich den frischen und noch nicht abgerundeten Slider habe, das Teil noch zu stramm ist um in die Nut zu passen. Ich mach dann mit 150er Schleifpapier die Phase mit 3 vorsichtigen "Strichen", d.h., damit kann man dann nochmal die "Gleitfähigkeit exakt einstellen: Bei 2 Strichen ists noch zu stramm, bei 4 Strichen wäre es zu locker. So in der Art, das sind natürlich keine ganz exakten Angaben, da es zB. auch davon abhängt wie stark man bei den Schleifstrichen aufdrückt, aber in der Praxis hat sich das ganz gut bewährt um die Gängigkeit sehr fein einzustellen. Für die Konstruktionszeichnung ists wahrscheinlich am pragmatischsten, entweder die Phase wegzulassen, oder aber mit minimal Luft darzustelle, sofern mans nicht mit einem flächigen Kontakt hinbekommt, d.h., in der Realität ist dies natürlich schon eine Reibungsfläche.

OK, hoffe meine AUsführungen sind halbwegs verständlich ;) und zweckdienlich.

Gruss, Oliver

PS: Wenn Du die Bilder direkt hier als Dateianhang an Dein Posting anhängst, dann muss man das Bilder immer scrollen, was etwas nervig ist, weil unübersichtlich. Ich machs immer so, dass ich die Bilder ins Wiki hochlade und dann als Img einblende, damit hab ich dann das ganze Bild im Blick. Das nur als Tip.
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Re: Ergänzungs-Set Lineartrieb

Beitrag von case » Do 30. Jan 2014, 04:55

Hi.

Also, ich hab jetzt versucht rauszukriegen, ob man das (offiziell noch nicht fertige) Drawing-Modul in FreeCad nicht doch irgendwie dazu nutzen kann, 2D-Fertigungszeichnungen hinzubekommen.

So richtig gehts noch nicht, aber zumindest hab ichs jetzt schonmal geschafft, ein 3D-Objekt nach 2D einzublenden.

Als Testobjekt und für mich gleichzeitig als eine kleine Übung zum Einstieg in FreeCad hab ich mal versucht, den Slider vom UniProKit zu konstruieren, da wir den eh gut gebrauchen können.

Hier ein erstes Resultat:

Bild

und das Teil als 3D-Darstellung:

Bild

Ich hab im Prinzip zwei Varianten versucht, die eine war meine reguläre FreeCad-Installation unter Ubuntu, damit gings bislang eher gar nicht, aber jetzt auf einmal schon, vielleicht lags daran, dass ich das Paket heute aktualisiert hab, vielleicht aber auch daran, dass ich bei meinen ersten Versuchen noch rein gar keinen Plan von der Handhabung hatte. Damit habe ich jedenfalls die oben abgebildeten Sachen erstellt.

Vorher hatte ich noch eine andere Variante versucht, nämlich, wie unter

http://freecad-tutorial.blogspot.de/201 ... awing.html

einen derzeit noch experimentellen Branch als Sourcecoder runterzuladen und von Grund auf zu kompilieren.

Wie man auf den Bildern sehen kann, fehlt in der Ubuntu-Version noch die Option für Bemaßungen, allerdings war hier, im Gegensatz zu der (etwas älteren) Tutorial-Variante die Plazierung der verschiedenen 2D-Ansichten und der 3D-Projektion von der Bedienung her sehr gut gelöst und funktionierte auch gut.

Bei der Tutorial-Version funktionierte es (zumindest bei mir) irgendwie nicht, das SVG-Template für das Drawing-Sheet einzubinden, man hat also quasi auf einen nackten Hintergrund projiziert.

Dafür funktionierte hier die Bemaßung, zwar noch ziemlich rudimentär, aber es war damit zumindest immerhin möglich, durch klicken auf Kanten oder Punkte die Dimensionierung halb-automatisch durchzuführen und anschliessend die Maßpfeile zwecks Positions-Justierung mit der Maus hin und her zu ziehen.

Wenn diese Funktionalität nun noch in die offizielle Version integriert würde, dann könnte man damit schon arbeiten, also mir zumindest würds für meine Zwecke (Erstellung von amtlichen Fertigungszeichnungen für UniProKit-Bauteile) schonmal fürs erste genügen.

Naja, mal schauen wie sichs entwickelt. Zumindest bin ich schon mal ganz glücklich, jetzt einen ersten Einstieg in FreeCad geschafft zu haben, am Anfang hat wirklich erst gar nix geklappt, aber jetzt hab ich glaubich für mich den roten Faden gefunden, an dem ich mich entlang hangeln kann ;) D.h., Konstruktion von Bauteilen mit FreeCad, mit der Option daraus vernünftige 2D-Zeichnungen generieren zu können, und anschliessend daraus konstruieren und assemblieren von komplexen Bauteilgruppen oder gar Maschinen mittels Blender.

Gruss, Oliver
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Re: Ergänzungs-Set Lineartrieb

Beitrag von J.R.I.B. » So 2. Feb 2014, 10:22

Das sieht doch schon sehr vielversprechend aus. Die Skalierung wird auch abgedruckt. Ja, so ist die Bemaßung in Blender auch. Also gehen wir den Weg, den du hier aufzeichnest: 2D-Zeichnungen in FreeCAD und Zusammenbauen in Blender. Einziger Nachteil: Man verliert die Live-Editierbarkeit, d.h. Änderungen bei Teilen werden im Assembly nicht automatisch widergespiegelt. Wird also höchste Eisenbahn, dass das Assemblymodul gemergt wird. 8-)

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Re: Ergänzungs-Set Lineartrieb

Beitrag von case » So 2. Feb 2014, 19:35

Hi Jan,
J.R.I.B. hat geschrieben:Die Skalierung wird auch abgedruckt.
leider nein :( Alle Angaben in dem Feld hab ich da manuell reingesetzt, das ganze ist mehr so ein demotest, da stimmen einige Details noch nicht, zumindest diese Skalierung ist einfach ein Wert, den ich grad aus der Luft gegriffen hatte ;) Und die Phase von den Schraubenlöchern sollte eigentlich nur auf der Unterseite vorhanden sein. Aber ich wollte das Model eh noch ein bischen überarbeiten

Im Moment bin ich grad noch mit Blender fleissig am üben, aber ich komm nur in Mikroschritten voran. Die Bedienung ist ziemlich komplex und die meisten Tutorials sind noch für V 2.4.x statt 2.6x und passen oft nicht ganz. Na, zumindest kann ich mich jetzt schon ein bischen bewegen und hab auch schon das eine oder andere Teil verändert und bekomme auch mehr Überblick über die Benutzeroberfläche. Ich hab erstmal den Grundrahmen "nackig" gemacht und bin da jetzt noch ein paar Streben am ergänzen und Verbinderplatten. Damit hätte man dann schon einen Basisrahmen, den man im Grunde für allemöglichen Geräte benutzen könnte.

Als nächstes möchte ich dann mit dem Slider und anderen Teilen einen Schlitten zusammensetzen, d.h., die Gantry, und das dann an diesem Rahmen montieren.
Ja, so ist die Bemaßung in Blender auch. Also gehen wir den Weg, den du hier aufzeichnest: 2D-Zeichnungen in FreeCAD und Zusammenbauen in Blender. Einziger Nachteil: Man verliert die Live-Editierbarkeit, d.h. Änderungen bei Teilen werden im Assembly nicht automatisch widergespiegelt. Wird also höchste Eisenbahn, dass das Assemblymodul gemergt wird. 8-)
Die Bemaßung funxt in FreeCad noch nicht, aber das könnte sich in einem der nächsten Releases ändern. Bis dahin muss man sich sonstwie behelfen, notfalls die Masspfeile von Hand reinzeichnen mit irgendeinem Grafikprogramm.

Wie macht man denn in Blender die Bemaßung ?

Ich hab mir jetzt übrigens auch eine Grafikkarte geholt, Nvidia GT640 mit 2GB GDDR5-Ram. Nicht gerade das neuste und schnellste Modell, aber in etwa das maximale, was ich in der von mir angestrebten Preisklasse finden konnte.


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Re: Ergänzungs-Set Lineartrieb

Beitrag von case » Di 4. Feb 2014, 11:39

Hi Jan,

ich versuch grade in Blender ein Assembly zu machen mit der T-Verbinderplatte und den Schrauben und Hammermuttern, ähnlich wie Du das mit dem L-Verbinder auch gemacht hattest.

Das klappt auch soweit, d.h., ich hab die Teile zunächst mit einem Emptie als Parent evrsehen und das ganze anschliessend nochmal ge-groupt. Jetzt kann ich es auch komplett duplizieren und woanders hinbewegen.

Aber wenn ich das Ding selektieren will, dann selektiert er immer nur auf die Einzelteile, also etwa eine Schraube, zumindest solange ich beim selektieren nicht direkt den lokalen Ursprung anklicke.

Btw. gibts eigentlich eine Möglichkeit den lokalen Ursprung nachträglich noch zu verändern ? Ich hatte beim erzeugen des Empties einfach irgendwo neben den Teilen geklickt und das ist hässlich, schöner wäre, wenn der Ursprung auf einer Ecke des T-Verbinders liegt.

Gruss, Oliver
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