Basis-Set Strukturelemente

Ein Baukasten-System mit genormten (Metall-)Bauteilen für Entwicklung und Prototyping von kleineren Maschinen. / A Metal Construction Set for prototyping and fast devolpment of small devices.
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case
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Re: Basis-Set Strukturelemente

Beitrag von case » Do 7. Mär 2013, 22:40

Sebastian,
Tony Ford hat geschrieben:Was ich damit sagen will ist, dass wenn man sowas massentauglich machen will, die Selbstherstellung eigentlich keine Lösung sein kann.
die Selbstherstellung ist aber das zentrale Grundprinzip bei OSE, und zwar deswegen, damit die darauf basierenden ökonomischen Strukturen unabhängig von den etablierten Strukturen wie z.B. Konzernen sind. Darum bieten wir unsere Pläne OpenSource für jedermann an anstatt sie für Geld an Konzerne zu verkaufen. Entscheidend ist dabei nicht, ob man die Sachen wirklich selbst herstellt (oder von einem anderen kleinen Fuzzi kauft der es tut), sondern allein der Umstand, das es möglich wäre, wenn man es denn möchte und bereit ist, sich die Arbeit zu machen.
D.h. man wird wohl oder übel ein Netz aus regionalen Bezugsquellen und Hersteller bzw. Hobbybastler aufbauen müssen.
Jene Bezugsquellen können dann hier gesucht und gefunden werden und wer will kann auch selbst Teile herstellen und regional anbieten.

Naja und die Sache mit dem Automaten und Jig, hierfür würde ich einfach ein erstes Kit erstellen, damit ein zweites und dieses zweite dann weitergeben, z.B. an die potenziell interessierten Anbieter (Bezugsquellen).
DIeses Jigs und Automaten kann man dann ebenfalls von einigen Bezugsquellen beziehen, welche sich auf die Herstellung dieser Dinge vielleicht sogar spezialisiert haben.
Ja, so wie Du es beschreibst ist das auch ungefähr gedacht. Und Du kannst sicher sein, wenn wirklich so ein großer und massenhafter Bedarf besteht, dann werden sich auch sehr schnell Leute finden, die diese Teile anbieten. Für mich ist dabei nur wichtig, das dies auch kleine Leute sein können und nicht nur irgendwelche BigPlayer mit nem Haufen Investmentkapital im Rücken.

Für den Baukasten sehe ich übrigens nicht so ganz den wirklich großen Massenbedarf, da sich dieses Projekt eher an Entwickler als an typische End-Konsumenten richtet, aber bei der Zink-Luft-Zelle könnte die Sache schon anders aussehen.

Gruss, Oliver
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Bastelmike
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Re: Basis-Set Strukturelemente

Beitrag von Bastelmike » Fr 8. Mär 2013, 21:00

Hallo Oliver,
ich hab jetzt mal mit den Alu-Winkeln angefangen. Ich hab jetzt einiges in ein zip-Archiv gepackt. Gucks Dir bitte mal an und dann wär eine Rückmeldung von Dir schön zu folgenden Punkten:

1. Ich hab eine ganze Reihe von CAD-Formaten erzeugt. Prüf bitte mal, mit welchen Formaten Du am besten zurecht kommst. Können sich auch gerne andere dran beteiligen. Ziel wäre, möglichst nur 2 Formate on jedem Teil zu speichern.

2. Guck Dir die ersten Winkel mal an ob die so korrekt sind. Prüf bitte auch die 2d-Zeichnung mal genau!

3. Nach dem Winkeln wollte ich die Flachstücke machen. Kannst Du mir das Bohrungen "rautenfrmig" mal näher erläutern. Am besten Skizze.

Gruß
Mike
UniProKit Modelle.zip
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case
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Re: Basis-Set Strukturelemente

Beitrag von case » Sa 9. Mär 2013, 01:13

Hi Mike,

sorry, dass ich noch nicht auf Deine eMail geantwortet habe, ich bin gerade dabei noch die Flachprofile zu ergänzen und wollte Dir alles zusammen mailen.

Aber danke dass Du schon angefangen hat.

Ich werde gleich die Formate testen und die Flachprofile gehen noch heute nacht raus.

Frohes schaffen und Gruss,
Oliver
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case
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Re: Basis-Set Strukturelemente

Beitrag von case » So 10. Mär 2013, 05:34

Hi Mike,

ich hab jetzt die Formate getestet:

- .dxf funktioniert nicht in FreeCad

- .stp funktioniert, aber das Bauteil ist sehr dunkel, eigentlich fast schwarz

- .igs scheint soweit einwandfrei zu funkionieren.


Daher denke ich .igs ist das Mittel der Wahl.


Frohes schaffen und Gruss,
Oliver
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Bastelmike
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Re: Basis-Set Strukturelemente

Beitrag von Bastelmike » So 10. Mär 2013, 15:11

case hat geschrieben:
Tony Ford hat geschrieben:Was ich damit sagen will ist, dass wenn man sowas massentauglich machen will, die Selbstherstellung eigentlich keine Lösung sein kann.
die Selbstherstellung ist aber das zentrale Grundprinzip bei OSE, und zwar deswegen, damit die darauf basierenden ökonomischen Strukturen unabhängig von den etablierten Strukturen wie z.B. Konzernen sind. Darum bieten wir unsere Pläne OpenSource für jedermann an anstatt sie für Geld an Konzerne zu verkaufen. Entscheidend ist dabei nicht, ob man die Sachen wirklich selbst herstellt (oder von einem anderen kleinen Fuzzi kauft der es tut), sondern allein der Umstand, das es möglich wäre, wenn man es denn möchte und bereit ist, sich die Arbeit zu machen.
Mit der Selbstherstellung hast Du natürlich prinzipiell Recht, ist auch für mich ein zentrales Element von OSE.

Bezogen auf die bisherigen UniPro-Bauteile muss man aber natürlich auch sehen, dass der Eigenfertigungsanteil dabei doch auch begrenzt ist für Selbermacher und auch für "andere kleine Fuzzis".
Die T-Slot-Profile zB werden stranggepresst, das einzig sinnvolle Herstellungsverfahren. Und die Einrichtungen dafür kosten eine Menge viereckiges Geld :(
Selbst mit der Ausrüstung des kompletten GVCS-Sets geht das noch nicht; ok, der Bioplastik-Extruder tut zwar prinzipiell das Gleiche, aber ob der auch mit höheren Temperaturen und Kräften bei Aluminium klarkommt ??? :o

Auch die Winkel mit den scharfen Kanten lassen sich so nicht walzen, sondern werden ebenfalls stranggepresst.

Bleibt also für die Selbstherstellung im Wesentlichen nur das Absägen und Bohren übrig. Und was das Bohren angeht, eine kleine gutgemeinte Warnung von mir: Wenn alle Bauteile problemlos miteinander passen sollen, ohne Löcher nachfeilen oder Nietlochreibahlen, dann sind bei den Lochabständen die zulässigen Toleranzen nicht allzu hoch. Mit der typischen Heimwerkerausrüstung und dann Zollstock -> Bleistiftstrich ziehen -> elektrische Handbohrmaschine schafft Ihr die nicht. Lasst Euch wenigstens eine Bohrlehre von jemand anfertigen, der dafür Maschinen hat; am besten Fräsmaschine mit Digitalanzeige, nach Skala reicht aber auch.

+1 für Selbermachen, aber das Ergebnis sollte auch so sein, daß die gewünschte Fuktionalität gewährleistet ist.

Mike

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Re: Basis-Set Strukturelemente

Beitrag von case » Mo 11. Mär 2013, 04:54

Hi Mike,
Bastelmike hat geschrieben: Bezogen auf die bisherigen UniPro-Bauteile muss man aber natürlich auch sehen, dass der Eigenfertigungsanteil dabei doch auch begrenzt ist für Selbermacher und auch für "andere kleine Fuzzis".
Ja, daher schliesse ich auch die Möglichkeit Teile zu kaufen nicht aus, aber ich möchte andererseits auch gerne ausloten, wo diese Grenzen liegen und ob man sie nicht etwas aufweichen kann um die Sache bezahlbarer zumachen. Beim UniproKit hätte ich mit Sicherheit gerne einige hundert Euro springen lassen, wenn es sowas denn irgendwo zukaufen geben würde, aber ich hab bislang nix gefunden. Spielzeug-Baukastensysteme wie Eitech oder Meccano sind mir für meine Zwecke doch zu spillerig (und trotzdem schon sauteuer) und die nächsthöhere Kategorie wären dann schon sowas wie die T-Slot-Systeme samt allem Zubehör, was ja auch von Ingenieuren und Maschinenbauern verwendet wird, aber die sind dann bezüglich des Preises völlig jenseits meiner Möglichkeiten. Dazwischen gibts irgendwie nix. Insofern war es für mich fast wie eine Offenbahrung, als ich das Contraptor-Projekt zum erstenmal sah. Und der hat tatsächlich mit Zollstock, Bleistift und Handbohrmaschine angefangen.
Die T-Slot-Profile zB werden stranggepresst, das einzig sinnvolle Herstellungsverfahren. Und die Einrichtungen dafür kosten eine Menge viereckiges Geld :(
Selbst mit der Ausrüstung des kompletten GVCS-Sets geht das noch nicht; ok, der Bioplastik-Extruder tut zwar prinzipiell das Gleiche, aber ob der auch mit höheren Temperaturen und Kräften bei Aluminium klarkommt ??? :o
*grins* müsste man vielleicht etwas modifzieren, aber das Hauptproblem ist: Den Extruder gibts ja noch gar nicht, ausser dem Wunsch soetwas zu haben gibts bei OSE-US dazu weder Pläne, noch Bauanleitungen noch irgendetwas, was einen dazu bringen könnte, sich diesem Projekt anzuschliesen.

Aber davon abgesehen stimme ich Dir zu, das man nicht alles selbst machen kann sondern bestimmte Grundmaterialien, Halbzeuge, Spezialteile usw. durchaus hinzukaufen kann und sollte. Beim Uniprokit sinds die Aluprofile, aber auch Schrauben und Muttern, da denk ich im Traum nicht drüber nach die selbst zu machen.
Bleibt also für die Selbstherstellung im Wesentlichen nur das Absägen und Bohren übrig.
Man muss halt schauen, was für einen machbar ist. Und in welcher Qualität und Genauigkeit. Meine Profile liegen hier schon ewig rum und sind noch nicht gebohrt, weil ich halt darüber nachdenke, wie ich dies möglichst genau und wiederholbar hinbekomme und wenns geht gerne auch automatisch. Wenn nicht wäre halbautomatisch für mich auch erst mal ok.
Und was das Bohren angeht, eine kleine gutgemeinte Warnung von mir: Wenn alle Bauteile problemlos miteinander passen sollen, ohne Löcher nachfeilen oder Nietlochreibahlen, dann sind bei den Lochabständen die zulässigen Toleranzen nicht allzu hoch. Mit der typischen Heimwerkerausrüstung und dann Zollstock -> Bleistiftstrich ziehen -> elektrische Handbohrmaschine schafft Ihr die nicht. Lasst Euch wenigstens eine Bohrlehre von jemand anfertigen, der dafür Maschinen hat; am besten Fräsmaschine mit Digitalanzeige, nach Skala reicht aber auch.
Ja, ich glaube auch das das mit Zollstock und Bleistift zu ungenau wird. Bohrlehre ist hier sicher das Mittel der Wahl, auch um es für viele verfügbar zu machen. Ein anderes Mittel wäre noch, wenn es gelänge eine Vorrichtung zu konstruieren, die es erlaubt über entsprechende Justiervorrichtungen ein hohes Maß an Genauigkeit zu erhalten. Und diese Vorrichtung müsste idealerweise so beschaffen sein, dass ich damit gleich mehrere oder am besten alle Bauteile bohren kann.

Sowas in der Art wird sicherlich das Erste sein, womit ich mich beschäftige, sobald unsere Bibliothek fertig ist und man damit anfangen kann, Dinge zu konstruieren und zumindest virtuell schon mal zusammenzubauen. Worauf ich mich schon freue.

Gruss, Oliver
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Re: Basis-Set Strukturelemente

Beitrag von Tony Ford » Mo 11. Mär 2013, 10:33

Meiner Meinung nach kann man ja vorhandene Hersteller bzw. Teile nutzen, wenn man sie nahezu weltweit beziehen kann.

Was man auch bedenken muss ist die hohe Werthaltigkeit der Bauteile im Baukasten, da man die Teile ggf. auch anderweitig wieder weiterverwenden kann.

Daher denke ich, wäre selbst höhere Anschaffungskosten wenig problematisch, weil ein hoher Gegenweit bei geringem Wertverlust steht.

Wenn Jemand z.B. eine Kreissäge braucht um sein Holz klein zu sägen, so baut er sich eine Kreissäge.
Ein zwei Jahre später braucht er dann ein paar Hülsen und Distanzstücke, also baut er die Kreissäge ab und in eine Drehmaschine um.

Nun braucht er die Drehmaschine nicht mehr und es stört ihn, dass die Maschine Platz weg nimmt. Also zerlegt er die Maschine wieder und stapelt die Teile in seinem Regel wo er noch andere Baukastenteile hat.

Also das Potenzial eines solchen Kastens ist enorm, zumindest für Jene wie uns, welche eben langfristiger denken.


TF

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Re: Basis-Set Strukturelemente

Beitrag von Tony Ford » Mi 17. Jul 2013, 21:55

die CAD-Dateien für das Flachprofil 120mm fehlt, hab ich gerade festgestellt ;-)

TF

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Re: Basis-Set Strukturelemente

Beitrag von case » Do 18. Jul 2013, 23:57

Hi Sebastian,
Tony Ford hat geschrieben:die CAD-Dateien für das Flachprofil 120mm fehlt, hab ich gerade festgestellt ;-)

Jep, stimmt! Ist mir bislang entgangen, danke für den Hinweis.

Das muss auf jedenfall noch ergänzt werden; sofern nicht von Mike dann von mir.

Und ausserdem bin ich btw. auch noch die Sketchup-Libs schuldig, ich hab die bei mir hier zum Teil schon auf der Pladde, aber ich muss das nochmal gründlich sortieren, verschlanken und noch einige ergänzen.

Ich werde dazu definitv vor der Messe nicht mehr zu kommen, aber ich habs mal sicherheitshalber in der Todo-Task-Liste vermerkt, da ich solche Dinge wichtig finde.


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Re: Basis-Set Strukturelemente

Beitrag von zony » Di 23. Jul 2013, 22:35

case hat geschrieben:Hi Mike,

ich hab jetzt die Formate getestet:

- .dxf funktioniert nicht in FreeCad

- .stp funktioniert, aber das Bauteil ist sehr dunkel, eigentlich fast schwarz

- .igs scheint soweit einwandfrei zu funkionieren.


Daher denke ich .igs ist das Mittel der Wahl.
Bei den .igs-Dateien kann ich in Freecad die Formen nicht vereinen usw. , weil es nur Flächen statt Körper sind. Weiß nicht, ob das eventuell ein Problem darstellt. Bei den -stp-Dateien gehts, insofern sind die mir lieber. Falls das Teil sehr schwarz ist, kann man die Farbe im Eigenschaften-Fenster anpassen. Die Farbe merkt es sich dann auch beim exportieren der .stp in FreeCAD - sprich es wäre auch kein Problem einfach alle Teile, die sonst schwarz erscheinen, einfach nochmal mit Freecad umzufärben und erneut als .stp-Dateien abzuspeichern.


So ich habe mal eine Seite für den Handtuchhalter erstellt: http://wiki.opensourceecology.de/Handtuchhalter . So ungefähr sollte der aussehen, gibt aber noch eine Probleme und Fragen - steht auf der Wikiseite. Ich hab das jetzt nur schnell zusammengeschrieben - bei Fehlern etc. nicht wundern.

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