Solarbox Grundlast

Hi.

Bei „Solarbox Baseload“ handelt es sich um eine Referenzimplementation für ein ein Energie-Management- und Speichersystem für eine kleine Haus-Inselanlage, welches ca. 100 bis 300 W Leistung für BaseLoad-Anwendungen bereitstellten kann mit Panelleistung bis etwa 1.2KWp und Akkukapazitäten bis 2.4 KWh (8 x 100Ah-Akkus bei 24V).

Erfreulicherweise können wir hier in weiten Teilen auf ein bereits existierendes OpenHardware-Projekt zugreifen, namens SBSM4080, welches u.a. von OSEG mit-ge-crowdfunded wurde. Es deckt bereits die wichtigsten BMS-Funktionen ab und ich werde es gleich in einem separaten Posting nochmal ausführlicher vorstellen.

Das einzige was noch fehlt und von uns ergänzt werden müsste um dem Namen „BaseLoad“ vollends gerecht zu werden, das wäre aus meiner Sicht eine Netz-Vorrangschaltung.

Der Name BaseLoad bedeutet „Grundlast“, und der entscheidende Aspekt dabei besteht in der Erkenntniss, das man die teuerste Systemkomponente, nämlich die Akkus bzw. die Speicherkapazität, ein Stück weit dadurch ersetzen, oder vielmehr ergänzen/erweitern, das man Strom in dem Moment verbraucht, wo er erzeugt wird.

Was in der Praxis gar nicht so einfach ist, man kann das halt ansatzweise tun, indem man genau dann die Waschmaschine anschmeisst und Mittagessen kocht, wenn grade viel Sonne da ist.

Es ist also ein Plus, wenn man Verbraucher hat die gerade zu diesem Zeitpunkt aktiv sind. Photovoltaik-Strom der direkt verbraucht wird, braucht nicht mehr gespeichert zu werden, ist aber Bestandteil der Gesamtbilanz.

Hat man sogar Verbraucher, die rund um die Uhr, also 24/7 aktiv sind, kann die quasi wie einen virtuellen Stromspeicher betrachten. Kühlhäuser, in denen man Strom in Form von Kälte abspeichern kann, wären ein Paradebeispiel dafür, aber man kann Bilanz-rechnerisch auch Verbraucher mit anrechnen, die einfach just den Strom in dem Moment verballern.

Sie gehören dann zur Grundlast des Systems, wobei sie nicht unbedingt 24/7 laufen müssen, ein Verbraucher der regelmässig zur Mittagszeit aktiv ist erfüllt denselben Zweck. Aber 24/7 Verbraucher bedeuten sozusagen „garantierte“ Grundlast.

Es lohnt sich auch für jemand, der keine „reinen“ 24/4 Verbraucher hat, mal darüber nachzudenken, denn es gibt auch Verbraucher, die ähnlich fungieren, wenn auch mit ein bischen Schwankungsbreite, z.B. eine Tiefkühltruhe im Sommer. Die wird zwar nicht durchgängig an sein bzw. Strom verbrauchen, aber im Sommer, wenns warm ist, doch relativ häufig anspringen, die Wahrscheinlichkeit ist also ziemlichhoch, dass sie das auch zur Mittagszeit irgendwann mal tut.

Insbesondere für die 24/7 Verbraucher ist m.E. eines besonders wichtig, nämlich eine Netzvorrangschaltung, die automatisch auf Netzstrom umschaltet, sobald die Akkus erschöpft sind oder einen vorgegebenen Mindest-Wert unterschreiten.

D.h., man kann durchaus die gewünschte Entladetiefe willkürlich festlegen, z.B. bei 50% oder 70%, damit erreicht man eine drastische Verlängerung der Voll-Ladezyklen, und dies ganz besonders bei LiFePO4-Akkus !!!

Die Akkus dienen in diesem Szenario eigentlich zunächst mal nur als Puffer, zB., wenn mal kurzzeitig ein paar Wolken vorbeiziehen, dann muss nicht jedesmal gleich sofort auf Netzstrom umgeschaltet werden. Wenns aber länger bewölkt bleibt, wird die Netzvorrangschaltung irgendwann aktiv und verhindert,d ass der Akku zu tief entladen wird. Man „erntet“ hier also hauptsächlich den „vollen“ Sonnenschein, der gerade verfügbar ist und gleichzeitig verbraucht werden kann.

Darüber hinaus kann man natürlich auch, je nach Akku-Kapazität, Hochrechnungen über die Lebensdauer und die zu erwartenden benötigten Voll-Zyklen anstellen, und darauf basierend die Akku-Kapazität nutzen in Zeiten wo keine Sonne scheint. D.h., es macht z.B. wenig Sinn, die sogenannte DOD (Depth of Discharge = Entladetiefe) nur zu sagen wir mal 10% auszunutzen, und dem Akku damit 13000 Vollzyklen zu spendieren, wenn die kalendarische Lebenserwartung des Akkus 20 Jahre beträgt (was ein üblicher Wert ist) und somit 7300 täglichen Ladezyklen entspricht. Hier würde man lieber etwas tiefer entladen und durch die zusätzliche Akkunutzung ein weiteres Plus in der Bilanz erzielen.

Ja, soviel erstmal dazu, ich wollte eigentlich nur mal kurz den Gedanken „Grundlast als eine Art Speicherkapazität“ umreissen, welcher der Namensgebung vom Projekt „Solarbox Baseload“ zugrunde lag.

Gruss, Oliver

Stimmt, das Hauptproblem ist, dass genügend erneuerbare Energie gewonnen werden muss, um zu verhindern, dass der automatische Netz-Trennschalter dauerhaft im Netzmodus bleibt. Das heißt, wenn wir wissen, dass die durchschnittlich benötigte Leistung pro Stunde 3 kW beträgt, dann ist es sehr schwierig, eine so hohe Grundlast zu nutzen (da 1+ kW viel ist und man entweder SEHR VIEL Wind >7 m/s, riesige Turbinen, viel Wasser oder einen enormen Höhenunterschied benötigt).

In Fällen, in denen der durchschnittliche Stromverbrauch zu hoch ist, würde ich eine Trennung in zwei Inseln empfehlen. Dimensionieren Sie den Stromverbrauch der zweiten Insel so, dass er zur gewonnenen Energie passt (halten Sie jedoch einen Puffer ein, da die Energieausbeute variieren kann und Sie die Grundlast rund um die Uhr abdecken möchten).
Natürlich erfordern zwei Inseln zwei Netzschalter; der zweite muss zwischen die beiden Inseln gesetzt werden. Besonders dann, wenn Sie Ihrem System für erneuerbare Energien nicht zutrauen, das ganze Jahr über rund um die Uhr einwandfrei zu funktionieren. Wenn Sie darauf vertrauen oder die Stromverbraucher nicht kritisch sind und es kein Problem darstellt, wenn sie für einige Zeit (Tage?, ich würde sagen, bis Sie Ihr Energieerzeugungssystem repariert haben) keinen Strom haben, dann ist dieser Schalter möglicherweise überflüssig.

Mehr Inseln sind auch nützlich, um die Synchronisierung von Phase und Frequenz bei Wechselstrom (AC) zu vermeiden.
Nachtrag: Sie können sogar komplett auf Batterien verzichten, wenn die Energiequelle rund um die Uhr verfügbar ist … zum Beispiel wird mein derzeit in der Entwicklung befindliches Wasserwerk keine Batterien benötigen, es wird dieses Inselprinzip nutzen. Ich brauche meine Batterien für das Elektroauto.

Mir gehts darum, überhaupt erstmal die Sonnenenergie zu nutzen, selbst wenn man damitnochkeine rundum-Versorgung erreicht. Aber sobald die Sonne voll scheint soll sie auch genutzt werden und die Batterie fungiert hier ledigliglich als Puffer, womit deren Größe erstmal egal ist und lediglich eine prozentuale Erleichterung/Reduzierung der Stromrechnung erreicht wird.

Sobald das aber rund läuft spricht natürlich nix dagegen, sich auch über mehr Batterie-Kapazität und ev. auch mehr Panel-Fläche Gedanken zumachen, aber da gibts halt noch den „Reibungswiderstand“, das Batteriestrom halt derzeit noch relativ teuer ist, bzw. wir just im Moment historisch überhaupt erstmal gerade den Punkt erreichen, wo es zumindest für short-term-storage gerade mal anfängt, sich vorsichtig zu rechnen.

Das Baseload-Konzept zielt dagegen einfach nur darauf ab, sicher zu stellen, das wenn gerade Sonne da ist, einerseits, und andererseits rund-um-die-uhr-Verbraucher (eben jene Grundlast) aktiv sind (und damit auch zu den sonnenstunden), das das schonmal genutzt wird. Also quasi mitnehmen, was man kriegen kann. Damit ist man von völliger Autarkie natürlich noch entfernt, aber es spült zumindest schon mal Geld in die Kasse was man ansonsten verschenken würde.

Und was man denn schon mal in andere Speicherlösungen investieren könnte um damit der Autarkie näher zu kommen. Wobei diese Speicherlösungen aber dennoch möglichst billig sein sollten. An der Stelle käme dann das ZAC+ ins Spiel, aber das Solarbox-Baseload-Konzept an sich hat seinen Schwerpunkt schon im Vorfeld.

More islands also are useful to avoid having to deal with AC (wavy current) phase and frequency synchronisation.

Es mag mehrere Gründe dafür geben, für mich steht erstmal im Vordergrund, das mehrere kleine Inseln ev. besser an unterschiedliche Verbraucher im Hause individuell angepasst und gemanaged werden können, bis hin zu so trivialen Dingen wie Verkabelung. Und auchein besseres organisches Wachstum erlauben, d.h., anstatt einer fetten Startinvestition kann man erstmal ne kleine Insel aufbauen, mit der man in einem oder mehreren Raümen einfach nur das Licht abdeckt. Als nächstes käme dann vielleicht die Versorgung der Tiefkühltruhe im Keller dran. Klar verschenkt man dabei vielleicht einbischen an Effizienz, aber was ist besser: Erstmal mit nem kleinen System zu starten, was ich mir leisten kann und damit schonmal Geld für die nächste Insel reinzubekommen, oder zu warten, in der Hoffnung mal irgendwann richtig viel Geld für eine umfassende Großlösung zusammengespart zu haben ? Wobei … ich und sparen … rotfl ==> da kann ich ja ewig drauf warten :wink:

Achja, und ein anderer Grund ist für mich auch: Das Ganze sollte nicht Grid-tied sein. Also nix mit den übliche Microkonvertern ==> Genehmigung vom EVU, teuerer Preis etc. Einfach ein paar kleine, autonome Inseln und leckmich, EVU mittelfingerzeig Der Tiefkühltruhe ists egal, woraus sie gespiesen wird.

Gruss, Oliver

rund-um-die-uhr-Verbraucher (eben jene Grundlast) aktiv sind (und damit auch zu den sonnenstunden), das das schonmal genutzt wird. Also quasi mitnehmen, was man kriegen kann

Dann teilen wir hier das Ziel. Das Wasserrad dient ebenfalls dem Zweck, so viel wie möglich von der Grundlast abzudecken. Falls Wasser leicht verfügbar ist, gibt es eine (einfachere) Antwort. Für Gebiete mit wenig Wasser (arides Klima) wird die Sonne der Hoffnungsschimmer sein. Ich hoffe, dass OSE bald aus ihrer Krise herauskommt. Wir brauchen ökologische und offene Lösungen – und wir brauchen sie jetzt, nicht morgen. Die Hoffnung der Menschen ist begrenzt. Es ist schön, darüber zu reden, Hoffnung zu geben, aber es ist besser, den Lebensstandard direkt zu heben. Dein Engagement ist vorbildlich und wichtig – die Sonne ist wahrscheinlich die einzige leicht verfügbare Energiequelle, die viele der armen Orte dieses Planeten haben.

Ich bin ein Gläubiger, ein Gläubiger unseres verteilten Nicht-Systems. Ich werde so bald wie möglich bei der Solarenergie helfen. Das Solar-Konzentrator-Projekt SolarFire war ein solcher Erfolg. Es ist fast wie eine Verschwörungstheorie, bei der Leute behaupten, bald die Lösung zu zeigen oder die Universitätsstudie ihres Overunity-Systems zu veröffentlichen (letztendlich veröffentlichen sie diese Dinge nie). Dasselbe bei SolarFire: Seit Jahren heißt es so etwas wie „bald machen wir die Dateien Open Source“ oder was auch immer. Für eine so wichtige, nein, lebensnotwendige Technologie ist das wirklich gravierend. Ich bin unendlich traurig darüber, wie diese Welt nicht funktioniert. Wir brauchen sicher keine Revolution, Demonstration, Hass oder solche Dinge. Wir brauchen mehr Menschen, die an eine bessere Welt glauben.

Und das SolarBox-Projekt ist ein Anfang. Lasst uns mehr tun. Ich werde helfen. Ich werde so schnell wie möglich vorankommen. Ich habe noch ein Spieleprogrammierprojekt am Laufen (wie bin ich da reingeraten?), aber ich habe das Gefühl, es ist nichts wert, hey, es ist ein Spiel, Spiele helfen nicht. Sie halten Menschen davon ab, Lösungen bereitzustellen. Während Kinder hungern. Ich werde mich vollständig auf Open Hardware konzentrieren. Ich kenne eine freundliche Nachbarin, die dort in armen Ländern geholfen hat. Sie ist zurückgekommen – und hat seitdem ein wenig die Hoffnung verloren. Ich glaube, sie braucht technologische Unterstützung. Vielleicht ist eine Allianz möglich.

Wie dem auch sei, da das oseeurope.eu-Spam-Desaster und der ganze Rest mit OSE weitergeht, möchte ich mich von dieser Organisation distanzieren. Ich bin hier nur als Fan von Olivers Projekten. Ich segle jetzt unter worlddevelopment. Es ist ein nicht-hierarchischer, verteilter Hackerspace, er ist so verteilt und nicht-systematisch und un-organisatorisch, dass er nicht einmal wirklich existiert (nein, keine Anarchie!, Gesetze existieren und sind eine gute Erfindung).

Vielleicht können wir eine verteilte Zusammenarbeit von Dacius, dir und meiner Wenigkeit starten. Ich werde versuchen, Solarzellen-Schrott zu sammeln und einen Freund (der an der Universität in der Materialwissenschaft arbeitet) zu fragen, ob es eine Chance gibt, Solarzellen zu optimieren, die aus reinem Sand individuell p- und n-dotiert werden. Wenn wir einigermaßen nützliche Solarzellen aus Sand herstellen könnten … wow.

Ein Freund von mir ist Afrikaner (kein reicher, er isst keine Pizza und Spaghetti, während viele andere das tun :wink:) und könnte daran interessiert sein, all diese Technologie zurückzubringen.


Und was man denn schon mal in andere Speicherlösungen investieren könnte um damit der Autarkie näher zu kommen. Wobei diese Speicherlösungen aber dennoch möglichst billig sein sollten. An der Stelle käme dann das ZAC+ ins Spiel, aber das Solarbox-Baseload-Konzept an sich hat seinen Schwerpunkt schon im Vorfeld.

Wenn Insel- und Off-Grid-Lösungen absolute Priorität haben, könnten wir dann nicht DiVER – das Gleichstrom-Inselnetz – wiederbeleben? Viele Geräte funktionieren mit Gleichstrom (DC). Und Gleichstrom ist viel gesünder, weil er keine Dinge abstrahlt wie Wechselstrom (AC), aber nun ja, Edison hat diesen Kampf um die Übertragung von Gleichstrom gegen Wechselstrom schon vor langer Zeit verloren (und zum Glück für Nikola Tesla, der anscheinend ein Genie war, der Wechselstrom, 1- und 3-Phasen-Systeme konstruierte, was die Effizienz der Industrie seitdem stark verbessert hat (3-Phasen sind das effizienteste System, wie einst berechnet wurde).


Für Wechselstrom könnten wir einen der vielen Open-Source-Wechselrichter mit 100 W bis 250 W verwenden, die direkt an einem (1) Solarpanel/Modul montiert werden können.

In Bezug auf die Grundlast könnte es auch wünschenswert sein, über eine intelligente Methode nachzudenken, um den Schnee von den Solarpaneelen zu entfernen. SolarFlower.org hat einen großartigen Mechanismus, auch wenn er kompliziert aussieht. Als ich vor ein paar Jahren fast eine Palette Solarpaneele aus Frankfurt erworben hätte (mir dann aber gesagt wurde, die Paneele seien bereits für einen besseren Preis weggegangen), kam mir ein einfaches elektrisches System zur Nachführung in den Sinn. Experimente und Open Hardware sind zu erwarten, sobald ich in der Lage bin, ein paar Schrott-Solarpaneele oder -zellen zu finden. Ich habe bereits bei der nahegelegenen Firma ‚Allgäu Solar‘ (von Wiosan übernommen) nach ihren Schrottzellen gefragt (sie sagten mir, sie hätten 10 pro Jahr). Leider haben sie mich enttäuscht, indem sie sie nicht herausgegeben haben. Ich war physisch dort … und habe sie auch angerufen. Ich denke jetzt, dass es einfacher ist, Zellen auf Schrottplätzen zu finden. Oder noch besser: Wann immer ein Blitz einschlägt (was gelegentlich passiert), dann dort aushelfen und nach den kaputten Paneelen fragen. Meistens sind einige Zellen noch funktionsfähig.

Also, ich glaube Du bewertest das etwas über, die einzige OSE-Krise die ich sehe, das ist das ich momentan nix ins Wiki packen kann :wink: Und das ist nicht sooo tragisch, notfalls kann ichs auch auf meinem eigenen Server zwischenlagern bis das Wiki wieder verfügbar ist.

Na gut, vielleicht gibts noch ne andere Art Krise, nämlich das wirs irgendwie nicht zu schaffen scheinen, kollaborativ an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten - und uns dann das nächste vorzunehmen. Aber ich denke, das ist was, das erst noch entstehen muss (und wird), es ist ja nicht so, das wir das schonmal hatten und es wieder verloren ging, wir müssen nur einfach mal überhaupt dahin kommen.

the sun is probably the only readily energy source that many of the poor places of this planet have.
(…)
The solar concentrator SolarFire project has been such a blast. It’s almost like conspiracy theory, where people claim to show the solution soon or to publish the university study of their overunity system soon (finally they never publish these things). The same with SolarFire, since years there is something like ‚soon we’ll open soue‘ the files or whatever.

Die Sonne ist auch die letzliche Ursache für alle anderen Arten von Energie, also etwa fossile Energie und selbst Dein Bach für das Wasserrad fliesst nur bergab, weil die Sonne anderswo Wasserdampf nach oben saugt so dass es auf dem Berg abregnen kann.

Diese ganzen Overunity-Geschichten, die Suche nach einer magischen Energieform mit unglaubalichem Wirkungsgrad … das ist m.E. wenig zielführend, aus mehreren Gründen:

  1. Ists irrwitzig Zeit auf der Suche danach zu verplempern, da wir ja mit der Sonne schon nen freien Energielieferant haben und es gibt schon zig Möglichkeiten diese zu nutzen ( siehe Buch der Synergie).

  2. die einzige Motivation, trotzdem nach sowas zu suchen kann m.E. nru in egoistischen Motiven bestehen … man möchte entweder damit reich werden oder zumindest den Ruhm geniessen, der Menschheit die ultimative Energieform beschert zu haben.

  3. Auf genau solchen Motiven basiert letztlich auch die Bestrebung, Energie durch Kernspaltung oder -fusion zu erzeugen. Solche Technologien nützen keinem was da sie monopolisierbar sind bzw. ihrer Art nach eh schon klar ist, das Ottonormalverbraucher nix davon hat, weil er es nicht in seinem Hinterhof betreiben kann. Gleiches gilt für Offshore-Windkraft und sowas wie Desertec. Ich bin daher mehr an low-scale-lösungen mit DIY-faktor interessiert, die ihrer Art nach dezentral sind.

I’m a believer, a believer of our distributed un-system. I’ll help with solar as soon as possible.

Kennst Du Dich etwas mit Elektronik aus ? Ich tu’s nämlich nicht und muss wahnsinnig Zeit damit verplempern, mir auch nur die einfachsten Sachen anzueignen und komme daher nur in mikroschritten voran. Jeder, der ein bischen was von E-technik versteht, könnte meine Probleme wahrscheinlich im handumdrehen lösen und mir in 5 min erklären, wo es hakt bzw. welchen Weg ich gehen muss.

Immerhin, dank Dacians Hilfe hab ich jetzt zumindest die wichtigsten Basics fürn Solarladeregler verstanden und seitdem schaffe ich es auch besser, das Kauderwelsch in den einschlägigen Foren besser einzusortieren. Heute habe ich den ganzen Abend (und das nicht zum erstenmal) damit verbracht, nach der Suchwortkombination „BMS multicell arduino“ zu googlen, weil ich noch eine bessere Lösung für die Einzelzell-Spannungsüberwachung für den Balancer benötige.

Sobald man nämlich mehr als zwei Zellen hat (oder selbst dann schon) ist nämlich eine einfache Messung via Spannungsteiler nicht mehr vernünftig möglich, weil man eigentlich zwischen den Zellen messen will, aber der ADC am Arduino immer gegen GND misst. Zusätzlich wird auch bei größeren Spannungen, also je weiter man in Richtung oberes Ende des Akkupacks misst, die Auflösung gröber.

Das Mittel der Wahl scheint darin zu bestehen Differenzverstärker zu verwenden und diese dann noch jeweils einzeln mittels Optokoppler auf die zu messende Einzelzelle zu schalten - soviel hab ich bisher rausgefunden. Hab auch zwei drei Schaltungsbeispiele gefunden die das halbwegs brauchbar illustrieren.

Aber jetzt gehts weiter mit eher bodenständigen Problemen: Welcher Differenzverstärker ist der geeignete für meinen Zweck, ist er auch hierzulande gut verfügbar, ist er auch nicht zu teuer … und welche Lösung verbraucht am wenigsten Strom, immerhin gehts hier ja um ne Batterieanwendung.

Naja, falls Dich das interessiert kann ich ja noch ein paar Einzelheiten dazu posten, was ich bislang dazu gefunden hab.

And the SolarBox project is a start. Let’s do more. I’ll assist. I’ll speed up as much as possible.

Ein bischen Talk und Reflektion darüber, insbesondere mit jemandem der auchnur etwas mehr Plan von sowas hat als ich, würde die Sache schon erheblich voranbringen und das wahrscheinlich mit Überlichtgeschwindigkeit :wink:

Wie gesagt, Dacian hat mir da schon mächtig auf die Sprünge geholfen, aber dessen zeit ist eigentlich auch zu schade dafür, solchen Dummies wie mir die einfachsten Basiscs nahezubringen.

Either way, since the oseeurope.eu spam disaster and all the rest with OSE continues, I wish to distance myself from this organization. I’m only here as a fan of Oliver’s projects.

Du solltest das wie gesagt nicht überbewerten. OSE ist einfach nur eine Plattform, die im ungünstigsten Fall zumindest schonmal Infrastruktur wie das Wiki bereitstellt und mir damit hilft, zumindest ein bischen an wertvoller Zeit zu sparen … und im günstigsten Fall vielleicht sogar Begegnungen ermöglicht, mit Leuten die an ähnlichen Sachen interessiert sind. Da das schon einige Male vorgekommen ist (Tendenz zunehmend) seit ich hier bin, sehe ich OSE auch nicht als Misserfolg oder nicht-funktionsfähig. Es wäre nur halt nopch schöner, wenn sich daraus auchmal ne konkrete Preojekt-Zusammenarbeit ergeben würde … wobei ich persönlich mir vor allem davon erhoffe, Leute zu finden, die sich in manchen Fachbereichen (wie z.B. Elektronik) besser auskennen als ich und mir da ohne großen Aufwand auf die Sprünge helfen könnten; es gibt andere Bereiche in denen ich vielleichtbesser bin und so würde sich das ergänzen … und irgendwann zu konkreten Resultaten führen. Womit ich konkrete Baupläne und Projektbeschreibungen meine, die wir veröffentlichen.

Maybe we can start a distributed collaboration of Dacius, you and my minor self.

Ja, gute Sache, im Grunde läuft das doch auch schon. Wobei ich etwas ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich Dacian mit trivialem Scheiss die Zeit stehle, da könntest Du mir vielleicht ein bischen auf die Sprünge helfen und an Dacian können wir uns wenden, wenn wir beide vor einem „höheren“ Profi-Problem stehen.

I’ll try to gather trash solar cells

Falls das auch broken cells (d.h., einzelne zellen /zellenbruch, keine ganzen Panels) sein dürfen, dann gib mir mal Deine Adresse als PM, ich hab da noch ein paar von im Vorrat, da schick ich Dir dann was von. Grad für kleine Panels zum testen gehen die absolut gut, und wenn man sie vorher ein bischen nach Leistung sortiert und nix auf schönes Aussehen gibt, dann braucht man die noch nicht mal zu schneiden. Noch einfacher gehts, wenn man die statt löten mit dem neuen kupfer-tape mit dem leitenden Kleber verbindet. Das, etwas Pappe und ein Stück Deckglas und Du hast ruckzuck ein feines panel. Das kann dann etwa so aussehen:
Solarbox MiniLight – Open Source Ecology - Germany wobei natürlich auch größere Panels möglich sind.

If island and off-grid is absolute priority, then couldn’t we awake DiVER - the direct current island grid? Many appliances work with DC. And DC is way healthier because it doesn’t radiate things like AC does, but well, Edison lost this DC vs. AC transmission battle long ago

Ja, spannende geschichte, das. Aber genau genommen hat er gar nicht verloren (ok, in Bezug auf die Übertragung schon) denn sowohl DC als auch AC haben ihre Anwendungsbereiche.

Was bedeutet, man muss beides abdecken. Was aber auch nicht so das große Problem ist, da man ja einen Inverter an die Batteriebank hängen kann. Was mir persönlich noch fehlt um die Sache auch wirklich i.d. Praxis nutzen zu können, das ist eine automatische Grid-Umschaltung, sobald die Batteriebank leer ist. Das sollte aber auch kein Ding der Unmöglichkeit sein, ich hab mir dazu schon mal vorab ein paar fette SolidStateRelays besorgt, hab aber noch nicht den rechten Plan, wie ich die zusammen knüppern muss, damit ich sie mit dem Arduino steuern kann. Aber das werd ich noch rauskriegen, notfalls durch ausprobieren :wink: Im Moment spare ich grade für ein paar größere LiFePo4-Akkus fürs SBMS4080, sobald ich die habe gehts an den Gridswitch und sobald der funktioniert kann ich erstmalig einen Teil des Energiebedarfs meiner Kulturräume mit Insel-Solarenergie betreiben … und damit erstmalig wirklich Geld einsparen, welches ich dan für weiteres Material ausgeben kann, usw. … ich nenne dies „thesaurieren“ :wink:

For AC we could use one of the many open source 100W … 250W inverters that are to be mounted directly on one (1) solar panel/module.

jupp, sowas ist auch ne nette Sache und hilfreich vor allem für Nicht-Eigenheimbesitzer, die sich das auf den balkon packen können … sogenannte guerilla-pv :wink:

In terms of baseload it also might be desirable to think of a smart way to clear the snow off the solar panels.

Also das wäre zumindest in unseren Breiten meine geringste Sorge. Die paar Tage wenn wirklich mal Schnee liegt (falls überhaupt noch, ich mein, für irgendwas muss diese Klimakatastrophe doch nützlich sein … oder ich will mein Geld zurück :wink:) ists eh zu dunkel für PV.

SolarFlower.org has a great mechanism, while it looks complicated too.

grins genau. Aber trotzdem ein insgesamt nettes Projekt, auch wenn ich keine ambitionen hab, das nachzubauen.

Was solche Sachen angeht, ist es eher mein Ziel, für das UniProKit noch ein paar vernünftige Lineartriebe zu entwickeln (wie ja schon mehrfach an anderer Stelle angesprochen) ausser für CNC-maschinen kann man die nämlich auch prima für Tracking-Systeme aller Art verwenden. Achja, Du sprachst ja eben von SolarFire, ich versteh gar nicht, warum Du da beklagst das keine Sourcen veröffentlich werden (ist dem wirklich so ?), das Ding ist einfach nur ein großer Parabolspiegel, der aus kleineren Speiegelscherben zusammengesetzt wird, also sowas könnte selbst ich nachbauen, auch ohne Pläne, und falls man dennoch Pläne dafür benötigt, einfach mal nach Solarkocher googlen, da gibts tausendundeine Variante. Aber warum der ganze Heckmeck mit den vielen einzelnen Spiegelstücken … ich hab hier ein Ding stehen, da hab ich einfach ne alte Sat-Schüssel genommen, und mit Mylar-Tape beklebt, das ganze beweglich aufgeständert. Wenn mans nun manuell nach der Sonne ausrichtet und eine olle Konservendose mit Wasser in den Brennpunkt hält, dann fängts nach zwei Sekunden an darin zu blubbern … und nimmt man ein Stücl Holz anstatt der Dose, dann dauert es keine zehn Sekunden und es macht „whuschh“ :wink: Sehr beeindruckend. Ich hab das DIng schon vor drei Jahren gebaut und derzeit wartet es noch … rate mal worauf ? Richtig, auf die Lineartriebe fürs Tracking. Sobald es sich automatisch auf die Sonne ausrichtet kann man damit jede Menge nette green-energy-Spielereien mit machen, z.B. Wasser verdampfen und damit nen Generator antreiben, oder besser noch öl heissmachen, das kann man dannbesser speichern und damit zB. auch nachts einen generator antreiben.

naja, soviel zu den Lineartrieben :wink:

an easy electrical system for tracking came to mind.

Genau. Tracking ist das Stichwort. Wobei vielleicht noch nicht mal so sehr für PV, aber für Hitzeerzeugung mittels Parabolrinnen, auch eine Sache die sich sehr schön in kleinem Maßstab und dezentral betreiben lässt und auch sehr gut mit DIY-Mitteln selbstgebaut werden kann.

Experiments and open hardware can be expected once I’m able to find some scrap solar panels or cells. I already asked the nearby ‚Allgäu Solar‘ (acquired by Wiosan) for their scrap cells (they told me they’d have 10 per year). Unfortunately they disappointed by not handing it out. I was there physically … and phoned them too. I now think that it’s easier to find cells in scrap yards. Or even better whenever a bolt strucks (what happens occasionally), then help out there and ask for the broken panels. Mostly some cells still are functional.

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Wie gesagt, gib mir mal Deine Adresse, mit Zellenbruch kann ich Dir helfen, mit ganzen Panels natürlich nicht. Aber die Sache mit den zerbrochenen Panels ist wahrscheinlich eh eher sowas wie ne urbane Legende, da haben auch andere schon von gehört und wenn wirklich mal ein LKW umkippt, dann werden die ruckzuck wegdiffundieren ehe sie zu Dir gelangen :wink:

Aber nevermind, denn es gibt einen wesentlich einfacheren und besseren Weg, supergünstig an eine beliebig große PV-Anlage zu kommen: Du fängst erst mit nem kleinen Panel an, erzeugst damit eine kleine Menge Strom und damit quasi Geld, welches Du hernimmst um ein zweites kleines Panel zu besorgen. Nun hast Du schon zwei Panels und kannst damit schon doppelt soviel Strom und Geld erzeugen … wofür Du auch wieder Panels kaufst. Ab der nächsten Iteration ists schon die vierfache Menge, usw. … ich denke ich muss Dir nicht erklären, was exponentielles Wachstum bedeutet. Man muss dazu einfachnur thesaurieren …und,. das wichtigste … an irgendeiner Stelle damit anfangen wirklich Geldeswerten Strom zu erzeugen, d.h., solchen, den man dann auch tatsächlich selbst verbraucht und somit Geld einspart bzw. erwirtschaftet. Der Knackpunkt ist: Ob groß oder klein, viel oder wenig, das ist dabei piepegal, d.h., klar ists schöner, gleich mit was größerem einzusteiegen, aber falls nur klein, dann heisst das lediglich, das es drei oder vier Iterationen mehr bedarf, bis man am gleichen Ausgangspunkt ist. Also ist „klein“ kein Hinderungsgrund.

Gruss, Oliver

Ich glaub ich hab den bösen Blick, oder bösen Schrieb, oder wie man das nennen soll :wink:

Hättich man gestern nicht die Klappe so weit aufgerissen. Prompt ist heute alles zugeschneit, der erste Schnee bei uns in diesem Winter. Und die Solarpanels sind zu dreivierteln bedeckt. :wink:

Klingt super. Werde ich machen. Ich habe mein eigenes Lithium-BMS entworfen, obwohl es noch ungetestet ist, ich brauche etwas Zeit dafür. Kämpfe derzeit aber immer noch mit verrückten Programmierprojekten … das kostet immer noch 99 % meiner Ferien, der Rest ist Kühe melken oder im Wald arbeiten.

Frag besser Dacian, dann können wir herausfinden, ob ihm die Welt wirklich am Herzen liegt oder ob er nur Kickstarter mag (sorry, aber ich habe meine Probleme mit all diesen Kickstartern da draußen, und dann für jede neue Version noch ein weiterer Kickstarter, nein danke, wirklich).

Mein Wissen in Elektronik ist begrenzt. Ich möchte diesen 100K-Sinus-Wechselrichter für mein Elektroauto bauen, den der mächtige Ahman noch nicht veröffentlicht hat, obwohl er dieses Projekt einmal begonnen hatte … die Frage ist, ob es fertiggestellt werden könnte … und es sieht nicht danach aus.

Einzelzell-Spannungsüberwachung für den Balancer benötige.

Warum misst der Mikrocontroller (uC) immer gegen Masse, hat Arduino keine Bibliothek für den Differenzmodus?
Wie auch immer, du kannst genauso gut den Minuspol der (einzelnen) Zelle anstelle der Masse anschließen, dann ist das die Differenz. Und da du ohnehin jede Zelle misst, ist der Pluspol der benachbarten (Reihen-)Zelle einfach der Minuspol der anderen Zelle. Somit ist keine zusätzliche Verkabelung erforderlich. Füge einfach die übliche Signalkonditionierung hinzu (z. B. Teilerschaltung, Filterung, …).

Und selbst wenn der ADC des uC nur jeden positiven Zellanschluss gegen MASSE messen kann. Warum berechnet man dann nicht im Nachhinein (Verarbeitung) die Differenz (da bekannt ist, welcher uC-Pin mit welcher Konditionierungs-/Zellanschlussschaltung verbunden ist)? Beginne von der GND-Seite, behalte den zuletzt gemessenen Spannungswert im Auge und subtrahiere ihn vom aktuellen Spannungswert, dann sollte das die Differenz sein. Aber vielleicht übersehe ich etwas. Vielleicht kann dein uC nicht subtrahieren (sehr unwahrscheinlich) oder es bleibt nicht genug (Verarbeitungs-/CPU-)Zeit für Berechnungen?


alte Sat-Schüssel genommen, und mit Mylar-Tape beklebt

Schüsseln dienen auch als Verstärker und mehr. Ich sollte wirklich mehr an solarer Low-Tech-Technologie arbeiten. Setze immer noch große Hoffnungen in MetallicRap. Habe gerade 20 € gespendet … (spende an Open-Source-Leute, weil sie die Welt verbessern und die Leute ihre Bemühungen nicht genug wertschätzen, d. h. andere kommerzialisieren sie, ich weiß das aus Erfahrung, es ist in der gesamten Industrie offensichtlich, dass sie 1) Open Source hassen 2) es als minderwertig bezeichnen. 3) Ein kommerzielles Tool verwenden, das nur die Open-Source-Programme verpackt. Haha, diese Welt ist eine riesige Katastrophe, und kein Problem mit Katastrophen, wenn man nicht zumindest etwas dagegen tun will, d. h. die Welt verbessern. Die Geschichte zeigt, dass es mit Kriegen und Armut einfach genauso schrecklich weitergehen wird.

„Allmählicher Rückgang der Beziehungen und Antipathie zwischen den Kulturen führt zum Krieg“, adaptiert von Christopher Clarke, „Die Schlafwandler: Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog“, lies es! Es sollte gelesen werden. Die Leute würden verstehen, dass alles so weitergeht … es liegt an uns, es zu stoppen. Und das wird nicht allein durch Politik und Reden geschehen, es wird geschehen, indem wir lebensstandarderhöhende Technologie teilen, uns um andere kümmern und endlich aufhören zu glauben, dass Frauen weniger wert sind als Männer oder dass Araber weniger wert sind als Deutsche, dass Christen anders sind als Muslime. Sie sind es nicht. Vor 100 Jahren, an Weihnachten 1914, wollten die Soldaten, die sich zum ‚Feiern‘ trafen, nicht einmal mehr die Schützengräben des Feindes verlassen … und sie schossen nicht mehr. Sie waren Opfer der Zeit, in der sie lebten. Und es wird immer und immer wieder passieren, wenn wir nicht handeln, über unseren Schatten springen und unsere Bemühungen bündeln, um die (Lebens-)Standards auf der ganzen Welt anzugleichen.

Die Sonne ist auch die letztliche Ursache für alle anderen Arten von Energie, also etwa fossile Energie und selbst Dein Bach für das Wasserrad fliesst nur bergab, weil die Sonne anderswo Wasserdampf nach oben saugt so dass es auf dem Berg abregnen kann.

(Wenn sich also das Klima erwärmt, sollte in Zukunft mehr Wasser meinen Bach hinunterfließen?) Okay, das scheint ein falscher Freund zu sein.


Na gut, vielleicht gibts noch ne andere Art Krise, nämlich das wirs irgendwie nicht zu schaffen scheinen, kollaborativ an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten - und uns dann das nächste vorzunehmen. Aber ich denke, das ist was, das erst noch entstehen muss (und wird), es ist ja nicht so, das wir das schonmal hatten und es wieder verloren ging, wir müssen nur einfach mal überhaupt dahin kommen.

Der Blog wird zugespamt .. und was dort gespammt wird, ist ein No-Go für mich. Das ist der Untergang des letzten bisschen Ernsthaftigkeit. Für mich sieht OSE jetzt eher nach einer Werbeaktion aus. Jeder will heutzutage tausende Webseiten und seinen eigenen Blog, den er pflegen muss. Das ist nicht mein Geschmack. Ich (musste) viel Webprogrammierung und Design, Serveradministration und all diese Dinge machen, und eines ist sicher: Ich brauche keinen Blog oder irgendetwas. Ich brauche nur einen Server und Git für die Versionskontrolle (um die Motivation zu erhöhen, veralteten Code zu löschen, um keine Backups mehr machen zu müssen (es ist dezentrale Versionskontrolle, pushe einfach das Repository zu Github oder Sourceforge und es ist gesichert), Zusammenarbeit und Beitrag sind einfach. Die Leute können einfach deine Arbeit ändern und einen Pull Request erstellen, du kannst das einfach mergen und hast auch die Verbesserungen. Das ist so essenziell für das, was OSE erreichen will, dass es wirklich ziemlich unseriös ist und langsam lächerlich wird, dass die Dokumentation und Ähnliches über ein Dutzend Tools verteilt ist, … während all die Kosten einfach durch die Nutzung eines einfachen und billigen virtuellen Servers (er hat genug Rechenleistung) und Github für öffentliche Dateien eingespart werden könnten, einfach, oder?).

Diese Probleme nur als Beispiel. Das Problem der Zusammenarbeit, das du erwähnst, ist ein anderes. Zumindest teile ich die Meinung derer, die oft als ‚Commoners‘ (die du laut deiner Aussage ansprichst) bezeichnet werden, und ihre Meinung ist, dass OSE ein verlorener Fall ist, aus dem nichts herauskommt. Ich habe jahrelang versucht, sie zu überzeugen, aber sie haben sich durchgesetzt. Die einzige Stärke von Open Source Ecology war das Bündeln von Kräften. Das gewann an Dynamik, viele Maschinen in kurzer Zeit zu entwerfen. Seit den Streitereien ist das alles verloren. Generell, seit OSE zu etwas Organisatorischem geworden ist, ist es nicht besser geworden. OSEG ist nicht anders, zweifellos war Alex bei weitem der Stärkste. Die Projekte, dieses EV, dieses Insanopolis, wirklich, das ist meine Meinung. OSE und all die anderen Webseiten wie (jede Webseite innerhalb der Webseite Gesichtsbuch oder Boogie+ nachbauen).
Das ist Zeitverschwendung, weil

  1. Es redundant ist (Webseite existiert bereits, muss nicht innerhalb einer anderen Webseite nachgebaut werden).
  2. Mailinglisten oder Instant-Chat-Programme existieren.

=> Redundanz verschwendet unsere Zeit. Und wenn die Leute so weitermachen, werden Kinder nicht aufhören zu verhungern .. und bald werden wir wieder in diesem verdammten Schützengraben stehen. Und dann, meine Freunde, dann ist alles Bedauern zu spät. Handelt! Macht lebensstandarderhöhende Technologie für die Welt zugänglich. Geht elektrisch. (Vergleiche Effizienz und bewegliche Teile von Elektromotor gegenüber Verbrennungsmotor!) (Ich weiß, ich bin wirklich eine unangenehme Person.)

(Danke für den Link, habe das schon gefunden, als ich DiVER überprüft habe, und wieder einmal war Alex dort die treibende Kraft. Oliver, mach weiter so. Es könnte schwierig sein, mein bescheidenes Selbst in Zukunft zu erreichen, da ich mich auf eine minimale Webpräsenz per Befehlszeile (git, …) beschränke. Ich bin sowieso nicht relevant. OSE wird sein Chaos mit oder ohne mich fortsetzen, ich spiele keine Rolle. Ich interessiere mich nicht für mich selbst oder Geld oder so etwas, ich lebe für andere, und nur für andere. Freunde sind es wert. Gebt dem Planeten Hoffnung. Gebt niemals auf, Genossen!)

Hi Jan,

Echt ? Cool! Vielleicht kann man da ja gemeinsam was stemmen. ich werde mal versuchen, alles was ich bis hierher hab, besser zu dokumentieren, das man ne gemeinsame Grundlage hat. Bist herzlich eingeladen, Dein Wissen, Ideen und was Du da schon gemacht hattest, miteinfliessen zu lassen.


… that’s still costing 99% of my holidays, the rest is milking cows or having to forrest.

Ja, das ist schon arg. Bin auch dieser Tage die ganze Zeit mit Brennholz zugange, und dass muss ich wenigstens nicht selbst schlagen, sondern „nur“ transportieren. Aber 10m³, anderthalb passen in meinen Hänger, auf- und abladen plus hin- und rückfahrt macht das 3 bis 4 h pro Fuhre, das läppert sich.

Better ask Dacian then, this way we can figure if he really cares for the world or just likes kickstarter (sorry, but I have my problems with all these kickstarters out there, and then for every new version yet another kickstarter, no thanks, really).

Ob einer Crowdfunding mag oder nicht sollte jedem selbst überlassen bleiben und ist nicht per se was negatives, insbesondere dann nicht, wenn am Ende auch tatsächlich OpenHardware-Baupläne publiziert werden… Ich würde gern selbst eins machen, denn für mich ist das Geld, was man dabei bekommen könnte, quasi gleichbedeutend mit „mehr Zeit“, die man in die Projekte stecken könnte, sowie mehr Mittel für Materialausgaben. Desweiteren seh ich als noch wichtigeren Vorteil die Möglichkeit, einem breiteren Publikum bekannt zu werden und damit vielleicht Mitstreiter für das eine oder andere Projekt gewinnen zu können. Das müssen auch nicht ausschliesslich Entwickler sein, ab einem gewissen Level brauchst Du halt einfach auch interessierte Tester, also das, was man mithin eine User-Community nennt. Und da die Backer da ja sogar schon Geld reringesteckt habe, unterstelle ichmal das sie, oder zumindest ein guter Teil davon, auch eine nicht unerhebliche Motivation haben.

Und was die neue geplante Kickstarter-Aktion angeht: Hast Du mal überlegt, das Dacian das u.a. auch aus dem Grund als Crowdfunding-Kampagne macht, weil er damit die PCP-herstellung finanzieren will (d.h., in größeren Stückzahlen sind die Einzelkosten pro Board günstiger), und es liegthalt in der Natur der Sache, das bei einer neuen Version auch wieder ein neues PCB benötigt wird ?


Einzelzell-Spannungsüberwachung für den Balancer benötige.

Why does the uC always measure to ground, doesn’t have Arduino a library for differential mode?
(…)

Ich verschieb diesen Teil hier gleich mal in den Powerbank-Thread, weils dort gerade um die aktuelle Schaltung geht.


Blog is spammed … and what is spammed there is a nogo for me. That’s the downfall of the last bit of seriousness.

OK. Ich geb mich geschlagen. Du hast recht. OSE ist wirklich der letzte Dreck.

Soll ich jetzt am besten gleich forken oder gibts noch ne andere Bastelgruppe, wo ich hingehn kann, wo tatsächlich auch Leute an Projekten zusammenarbeiten ?

Ah, ich habs: ich werde bis auf weiteres meine Projektseiten nicht mehr hier im WIKI eintragen, sondern auf meiner Website. Toll :frowning:


To me OSE now more looks like a publicity act.

Tja, schön wärs. Publicity an sich ist nicht unbedingt was negatives, ich hätte gerne mehr davon, und als Folge davon vielleicht auch mehr Beteiligung an den Projekten.


Everything nowadays wants thousands webpages and their own blog they have to maintain. That’s not my taste. I (had to do) a lot of web programming and designing, server administration, and all these things and one thing is certain, I don’t need a blog or anything. I just need a server and Git for version control (to increase motivation to delete obsolete code, to get rid of having to do backups (it’s decentral version control, just push the repository to Github or sourceforge and it’s backed up), collaboration and contribution is easy.

Ja, Du hast das glaub ich schonmal kürzlich angedeutet :wink: , das für Dich GitHub die absolut optimale Community-Plattform darstellt.

aehm … zaghaft den Finger hochheb , wärs vielleicht trotzdem ok, wenn ich weiterhin gerne das Wiki und das Forum benützen würde ? Ich würde mich auch im gegenzug bemühen, das Github überall da zu gebrauchen, wos um Versionskontrolle von Projekt-Software, Hardware-Plänen etc. geht. Wie ichs z.B. hier auch schon getan hab:
http://wiki.opensourceecology.de/ZACmeter#Software

Was Blogs angeht, so hab ich mich lange damit schwergetan, weil es vielfach als Ersatz für eine vernünftige Dokumentation auf einer richtigen Projektseite missbraucht wird. Und dieser Kritikpunkt bleibt bestehen, auch wenn ich jetzt selbst meinen Makeable-Blog betreibe. Die beste Umgehensweise damit scheint mir zu sein, den Blog als eine Art Teaser zu verwenden, von dem aus dann auf die richtige Projektseite verwiesen wird. Und Facebook und Twitter mag ich auch nicht sonderlich.

‚commoners‘ (which you said you target) and their opinion is that OSE is a lost case, nothing getting out of it. I had tried to convince them for years but they have prevailed.

Jeder der das meint ist herzlich eingeladen, sich hier einzubringen und mit dafür zu sorgen, das etwas dabei rauskommt, und zwar am besten in Form von vernünftigen Bauanleitungen.

=> Redundancy is wasting our time.

Grundsätzlich schon, aber Redundanz kann auch positiv sein.
Also, ich erachte es z.B. als bessere Ressourcenausnutzung, wenn ich einen Blog Artikel, an dem ich mehrere Stunden gearbeitet habe, sowohl auf meinem Blog, als auch im OSE-Blog, und obendrein hier noch im Forum poste. Das kostet mich weniger Zeit als wenn ich überall was individuelles poste. Und ich glaube, damit auch unterschiedliche Leute zu erreichen, also tatsächlich die Reichweite zu erhöhen.

Gruss, Oliver