Nach Berlin

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HermannWick
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Re: Nach Berlin

Beitrag von HermannWick » Mo 10. Dez 2012, 12:08

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Zuletzt geändert von HermannWick am Mo 10. Dez 2012, 12:36, insgesamt 1-mal geändert.

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HermannWick
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Re: Nach Berlin

Beitrag von HermannWick » Mo 10. Dez 2012, 12:20

Also was die Einschätzung von NeuDeutschland betrifft kann ich Alex nur zustimmen.
@ Alex: Dass OSEG nicht politisch sei ist m.E. aber eine unhaltbare Behauptung. OSEG bewegt sich im gesellschaftlichen Umfeld und ist somit auch politisch - wenn Du patreipolitisch meintest - o.k. Aber wenn wir uns mit politischen Organisationen "verbinden", nehmen wir indirekt auch politisch Stellung; insofern kann ich Deinen Vorschlag uns mit den Piraten zu verbinden nicht nachvollziehen.

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HermannWick
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Re: Nach Berlin

Beitrag von HermannWick » Mo 10. Dez 2012, 12:33

@ Nikolay: Deine Voegeschlagen "Richtlinen für Freunde" sind nicht hilfreich. Was heißt schon "radikal"? Ein großteil der von Dir "?" gelisteten Freunde würde sich wohl selbst auch als radikal bezeichnen - ganz konkret: die Kommune Niederkaufungen bezeichnet sich ihrem Selbstverständnis nach auch als linksradikal - willst Du die jetzt rausschmeißen?
Und zu der "Liste der Freunde", dort heißt es ganz unten: jeder der einen neuen Freund zur Liste hinzufügt soll sich selbst als Kontaktvermittler angeben. Nun ich vermute mal, dass die meisten, wenn nicht alle, Freunde auf der Liste von Dir hinzgefügt wurden. Aus der Liste ist dies aber nicht zu erkennen. Wenn die Forderung von Dir stammt - halte Dich bitte auch selbst daran.

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shure
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Re: Nach Berlin

Beitrag von shure » Mo 10. Dez 2012, 13:16

HermannWick hat geschrieben:Also was die Einschätzung von NeuDeutschland betrifft kann ich Alex nur zustimmen.
@ Alex: Dass OSEG nicht politisch sei ist m.E. aber eine unhaltbare Behauptung.
OSEG soll nicht religiös und nicht politisch sein. Eine Grenze zu ziehen ist schwer, sobald Menschen ins Spiel kommen. Wo hört der Glaube auf und wie sind Werte geschaffen? Unsere Open Source Philosophie ist eine Religion und ein Statement, was man auch als Politikum sehen kann. Parteipolitik ist aber kein Ziel von OSEG.
HermannWick hat geschrieben: OSEG bewegt sich im gesellschaftlichen Umfeld und ist somit auch politisch - wenn Du patreipolitisch meintest - o.k. Aber wenn wir uns mit politischen Organisationen "verbinden", nehmen wir indirekt auch politisch Stellung;
Ja, das stimmt. Und ja, ich meinte parteipolitisch und aktiv politisch.
HermannWick hat geschrieben: insofern kann ich Deinen Vorschlag uns mit den Piraten zu verbinden nicht nachvollziehen.
Ich habe keinen Vorschlag gemacht, so war das nicht gemeint.
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cls
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Re: Nach Berlin

Beitrag von cls » Mo 10. Dez 2012, 14:06

nikolayhg hat geschrieben:Unabhängig davon, habe ich paar Richtlinien für neue Freunde hinzugefügt:
http://wiki.opensourceecology.de/wiki/F ... ichtlinien
Finde ich gar nicht gut formuliert. Warum ist "radikal" jetzt schlecht? Radikal heißt, die Probleme von der Wurzel (lat. radix) her anzugehen. Das sagt noch nichts darüber aus, ob es gut oder schlecht ist, abzulehnen oder zu befürworten. Ich finde OSEG ist durchaus ein radikales Projekt, denn die Frage wie wir Güter produzieren und wer Zugang zu Technologien und Produktionsmitteln hat ist eine sehr grundlegende, und OSEG geht an die Wurzel vieler Probleme.

Hier im Wiki sind ja schon Menschliche und organisatorische Werte definiert. Ich denke das definiert auch, mit welchen Gruppen wir zusammenarbeiten können. Monarchismus beispielsweise steht im Widerspruch zu Freiheit, Vielfalt, Offenheit, Verantwortung, Unmittelbarkeit.

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Re: Nach Berlin

Beitrag von nikolayhg » Mo 10. Dez 2012, 21:05

Danke Chris! Sehr gut ausgedrückt. Jetzt ist alles vereinfacht: http://wiki.opensourceecology.de/wiki/F ... f.C3.BCgen . Hermann, die Namen habe ich entfernt, weil das zu viel Info ist und es ist schwer die Beziehungen zu pflegen. Wer Interesse an den konkreten Kontakte hat kann sich jeder Zeit melden.

Ah ja, und die Kommune Niederkaufungen ist und bleibt unter Freunde, weil:
- Marek ist da und hat Projekte: http://wiki.opensourceecology.de/wiki/Niederkaufungen
- ich kenne die Leute persönlich, viele sind sehr gute Menschen.
- sie haben mich als Person von OSEG soweit sie können unterstützt mit Essen, Schlafplatz, Infoabend usw. Sie haben auch mit Übersetzung für OSEG geholfen und mir eine gute Umgebung für die Vorbereitung des Videos geschaft usw.

Zu sagen, dass sie radikal sind, finde ich für sehr unrealistisch, weil ich da schon 4 Wochen war und sehe die Beziehungen.

Bei einem Treffen von TZM habe ich von einem Typ gehört, dass die Ideen von Transition Towns irgendie kommisch wären. Ich habe den Typ gefragt, ob er schon jemanden von Transition kennt und er sagte "Nein". Tja :) So ist es. Man liest über das Internet und hat bestimmte Vorstellungen, aber kennt die Menschen nicht. Zu viel richtigen Theorien, aber wenige persönliche Beziehungen.

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Re: Nach Berlin

Beitrag von nikolayhg » Mo 10. Dez 2012, 21:38

Ich habe heute mit Alex gesprochen.

Zum Thema Zusammenarbeit:
1) Wir sind uns einig, dass die Kommunikation besser sein könnte. z.B. von seiner Seite besser wäre: "Nikolay, ich denke dass NeuDeutschland an unseren Grundwerten wegen des monarchischen Reichsgesetz usw ... Es wäre besser wenn OSEG keine indirekte oder direkte Verbindung dazu hat." oder so ähnlich. Von meiner Seite es wäre besser wenn ich davor mehr über die Grundwerte und Handlungen der Organisationen erfahre und beim Zweifel zunächst mich mit den aktiven in OSEG austausche.
2) physikalischen Ort wäre gut. Hat seine Vor- und Nachteile. Man muss konkreter darüber diskutieren.
3) Online Meeting diese Woche: http://forum.opensourceecology.de/viewt ... f=31&t=420

Zum Thema Windturbine: http://forum.opensourceecology.de/viewt ... ?f=5&t=421

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Re: Nach Berlin

Beitrag von HermannWick » Di 11. Dez 2012, 09:42

@ Nikolay: Irgendwie scheinst Du mich nicht zu verstehen. Wenn Du die Kommune Niederkaufungen rausgeschmiessen hättest, hätte ich Einspruch eingelegt. Ich finde gut, dass sie radikal sind - es war nur ein Beispiel um zu zeigen, dass "radikal" kein Ausschlusskrterium ist. Und die KN als radikal zu bezeichen ist absolut realistisch - sie sagen dies ja über sich selber; lies doch mal deren Grundsatzpapier, das ich Dir ja schon Anfang dieses Jahres nach unserm Treffen in Reutlingen geschickt habe.
LG
Hermann

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Re: Nach Berlin

Beitrag von nikolayhg » Di 11. Dez 2012, 12:30

@Hermann, es kann sein, dass sie auf Papier das Wort radikal nutzen, ich habe das Papier nicht gelesen. Von Erfahrung her sehe ich nichts radikales :) Ganz normale Menschen, die z.B. gemeinsame Ökonomie haben und sich nachhaltig entwickeln (wollen).

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Re: Nach Berlin

Beitrag von HermannWick » Di 11. Dez 2012, 13:06

@ Nikolay: Die Leute der KN praktizieren eine gemeinsame Ökonomie sowohl im Alltag wie auch auf Vermögensseite und stellen damit das bestehende Wirtschaftssystem radikal in Frage. Das ist absolut nicht "normal". Deutschlandweit tun dies nur ca. 150 Personen. Das finde ich super! (nicht dass es nur 150 sind :mrgreen: ) Also nochmal: radikal ist für mich kein Ausschlussgrund, weil es erst zusammen mit anderen Werten oder Verhaltensweisen etwas aussagt.
Die Leute von der "Gemeinwohl-Ökonomie" kritisieren z.B. auch "Unser Wirtschaftssystem" aber längst nicht so radikal wie die Menschen der KN dies tun. Oder auch das Konzept der "commonsbasierten PeerProduktion" ist radikal, weil es das Marktsystem komplett in Frage stellt.
Beide, KN und CBPP aben meine volle Sympathie - eben weil sie so radikal (an die Wurzeln des Problems gehen) sind. :lol:
LG
Hermann

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