SBMS100

Ein System zur unabhängigen Photovoltaik-Stromversorgung und -Speicherung mittels LiFePo4-Akkus
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case
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SBMS100

Beitrag von case » So 25. Jan 2015, 01:10

Hi,

die Nachfolger-Version vom SBMS4080 wurde angekündigt.

https://www.youtube.com/watch?v=lqDD0X5twFE

Wenn ich das richtig sehe, dann kann man damit bis zu 2,4 KWp Solarpanels betreiben, das ist schon mal eine ordentliche Hausnummer und dreimal so viel wie mit dem SBMS4080.

Auch diesmal wirds wieder eine Kickstarter-Aktion dazu geben, das könnte so Anfang März frühestens der Fall sein, vielleicht auch etwas später. Ich werd die neue Version auf jedenfall auch wieder backen und freu mich schon drauf. Ausser der größeren Kapazität sind auch noch ein paar andere Features geplant, z.B.

- Datenübertragung via Bluetooth,
- eine deutlich verbesserte Auflösung der Messung mit 24-Bit ADCs,
- ein Expansions-Port wo viele Pins, z.B. für eine eigene LCD-Ansteuerung nach aussen geführt werden.

Gruss, Oliver
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case
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Re: SBMS100

Beitrag von case » Mo 23. Feb 2015, 23:48

Hi. Soeben ist auf Kickstarter die Kampagfne für das SBMS100 gestartet.
https://www.kickstarter.com/projects/el ... ref=newest

Die endgültige Version kann wird demnach also sogar bis zu 3KWp-Solarpanels handlen können. Bei dieser Größenordnung wäre eine LiFePo4-Speicherbank mit einer Kapazität bis zu 7.2 KWh, d.h., Zellen mit bis zu 300Ah passend.

Als BMS-Chip wird weiterhin der ISL94203 seine Dienste tun, allerdings wird für die Stromessung nicht mehr dessen interner ADC benutzt sondern ein externer 24-Bit ADC mit einer wesentlich feineren Messauflösung, d.h., genauer gesagt kommen derer gleich 3 Stück zum Einsatz. Da somit eine größere Anzahl von Input-Ports zur Strom-Messung verfügbar sind, werden einige davon auf dem Extension-Port nach aussen geführt und können vom User für eigene Zwecke bzw. für etwaige spätere AddOn-Module / Hardware-Erweiterungen genutzt werden.

Ein größeres und farbiges Display ist eine weitere Neuerung und ermöglicht eine ergonomische Verbesserung des User-Interfaces.

Der Preis des SBMS100 liegt bei ca. 280,- EUR, ohne Zoll und Einfuhr-Steuer und ist damit deutlich höher als beim SBMS4080, aber dafür hat man ja auch eine Verdreifachung der Leistung. Ansonsten gibts aber jetzt auch noch eine Staffelung in Form einer Modellreihe in niedrigeren Leistungsabstufungen und zu einem niedrigeren Preis.

Bild

Gruss, Oliver
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J.R.I.B.
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Re: SBMS100

Beitrag von J.R.I.B. » Sa 7. Mär 2015, 14:50

While this is great, it really requires significant work done on the batteries, e.g. ZAC+ or Edison. Because otherwise this will get costly:

Dacian recommends Energy capacity of 400Ah to 1000Ah for the SolarBMS100, which even for the lower range of 500Ah and 1$ / Ah / LiFePO4 cell (i.e. 3.2V) means:
cost = 500Ah * 1$ * 24V (<- SBMS100 higher end target voltage) / 3.2V = 3750$

For 1000Ah battery capacity that doubles to 7500$.

The solar cells still can't be homemade (until MetalicaRap takes off), thus they must be purchased and will/should make up the bulk of the expenses.
The electronics isn't cheap anymore, e.g. part count doubled, and a 4-layer PCB is used in SMBS100.

=> While LiFePO4 in general is a durable battery, a 'usable' battery breakthrough nevertheless is needed to bring the cost to an acceptable level. Else the only options are energy storage in water reservoirs which then not requires a BMS (as it is needed for the Li-chemistry batteries).

I hope open source batteries get stable soon. My side will devote time to contribute to these projects too once a major engineering project I'm working on is finished and the waterwheel reaches testing phase.

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case
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Re: SBMS100

Beitrag von case » Sa 7. Mär 2015, 22:43

J.R.I.B. hat geschrieben:While this is great, it really requires significant work done on the batteries, e.g. ZAC+ or Edison. Because otherwise this will get costly:
ZAC+ ist derzeit noch ein Forschungsprojekt, was noch ziemlich am Anfang steht. Und den Wiederaufladevorgang durch ein mechanisches Recycling zu ersetzen ist im besten Falle unkomfortabel.

Verglichen damit sind LiFePo4s ein marktverfügbares Produkt, welches auch noch auf simple Weise wieder aufgeladen werden kann. Und man kanns nicht selber bauen. Ergo zahlt man halt mehr dafür.

Dacian recommends Energy capacity of 400Ah to 1000Ah for the SolarBMS100, which even for the lower range of 500Ah and 1$ / Ah / LiFePO4 cell (i.e. 3.2V) means:
cost = 500Ah * 1$ * 24V (<- SBMS100 higher end target voltage) / 3.2V = 3750$
For 1000Ah battery capacity that doubles to 7500$.
Ich schätze mal es ging Dacian auch darum, zu zeigen das das SBMS auch größere Kapazitäten handlen kann, Du kannst es aber auch nach Belieben kleiner dimensionieren. Selbst bei einer 100Ah Batterie (ca. 1160 EUR) hättest Du immerhin schon eine Kapazität von 2.4KWh und kannst mit 1KWp Solarpanels schon einen sparsamen Haushalt versorgen - also zumindest Dacian war diesbezüglich schon mit dem SBMS4080 autark. Der eigentliche Grund für die größere Version ist, dass er mit den 3KWp Panels und zusammen mit seinem Windrad gerne seine Hütte heizen möchte und sich den ganzen Heckmeck mit einer wassergeführten Gas-Heizung sparen will. Und er meint das rechnet sich selbst bei entsprechenden Batteriepreisen noch deutlich.

Aber so oder so, die LiFePo4-Akkus rechnen sich auch für sich betrachtet, sobald man eine entsprechende Lebensdauer bzw. Anzahl Volladezyklen von 3000 bis 5000 mit einkalkuliert.

Im Vergleich zur ZAC+ ergibt sich damit für mich folgende Einordnung:

LiFePo4s sind eine bereits verfügbare, nicht ganz billige, aber sich dennoch rechnende Speichermöglichkeit für kurzfristige, tageweise Speicherung.

ZAC+ dagegen dient (so es denn irgendwann mal fertig wäre) zur saisonalen Speicherung großer Energiemengen, um übers Jahr gerechnet autark zu sein. Ist aber derzeit noch zukunftsmusik und ein R&D-projekt, kein marktreifes Produkt. Als relevanter Kostenfaktor wird sich vermutlich die Gaskathode erweisen, d.h., es dürfte vieles davon abhängen, ob man es schafft die selbst herzustellen.
The solar cells still can't be homemade (until MetalicaRap takes off), thus they must be purchased and will/should make up the bulk of the expenses.
Ich sehe die Akkus als größeren Kostenfaktor. Und bislang war ja auch lastbutnotleast die Kontrollelektronik nur in sehr teuer verfügbar (und kaum für LiFePo4) hier ist eine OpenHardware-SBMS schon eins ehr guter Ansatz, die Gesamt-Kosten zu verringern.
=> While LiFePO4 in general is a durable battery, a 'usable' battery breakthrough nevertheless is needed to bring the cost to an acceptable level. Else the only options are energy storage in water reservoirs which then not requires a BMS (as it is needed for the Li-chemistry batteries).
Ja, Pumpspeicherkraftwerke. Die sind noch teuerer als LiFePo4s ;) Es ist halt immer die Frage was man als akzeptabel erachtet. Da andererseits jeder beträchtliche Stromkosten hat bezahlt sich die LiFePo4-Speicherbank schon fast automatisch und das mag für viele akzeptabel sein. Ausser für die mangelnde Liquidität meines perönlichen Geldbeutels ;)
I hope open source batteries get stable soon.
Oder das es da überhaupt mal was gäbe. Komischerweise gibts im Bereich Energiespeicher bislang noch kaum OpenSource/OpenHardware-Ansätze. Aber das ZAC+ und auch das SBMS sind halt ein erster Schritt.

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SBMS100 erfolgreich gefundet

Beitrag von case » Fr 3. Apr 2015, 19:29

Kurzes Update:

Das SBMS100 wurde gefundet ;)

Das sind good news, denn vor ein paar Tagen sah es noch nicht unbedingt danach aus.
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SBMS100 Ausblick auf Ausgabescreen

Beitrag von case » Do 28. Jan 2016, 13:24

Hi.

Das neue SBMS100 ist auch mit einem ESP8266/WLAN ausgestattet, so dass Sampledaten auf einem beliebigen Server (z.B. Raspi) im LAN übertragen und dort graphisch aufbereitet und als Webpage ausgegeben werden können.

Hier ein Ausblick auf das Live-Monitoring des Ausgabescreens, wobei es sich aktuell noch um Zufallsdaten zu Testzwecken handelt. Aber man bekopmmt schon eine Idee davon wie die Anzeige aussehen wird.

http://electrodacus.com/SBMS100/SBMS100.html

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