[BiVAXT-D] - Big VAWT Draft [for MOEHRSHIP]

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shure
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Re: [BiVAXT-D] - Big VAWT Draft [for MOEHRSHIP]

Beitrag von shure » Di 17. Jul 2012, 00:13

Wenn du das gut verbunden bekommst.. aber für Acryl ist das eher zu groß. Lieber Metall oder Holz, ist eh nachhaltiger und günstiger ;) Wenns güntig sein soll kannst du ja mal mit halbierten Kunststoffässern anfangen? Die Form ist schon gut zu gebrauchen für einen simplen Widerstandsläufer. Das nennt man dann Savoniusrotor und der TSR ist unter 1, also langsam.

PS: Für ein 4m² VAWT mit den gleichen Werten erreicht man übrigens dann bei 19 m/s auch 5kW - die kann man dann aber nicht elektrisch umsetzen. Genauso wie bei dem angeworbenen Produkt. Von 18m/s auf 23m/s verdoppelt sich übrigens die Leistung, also sind die Peakzahlen echt nicht vergleichbar ohne weitere Angaben und in der Praxis nicht von Bedeutung.
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shure
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Re: [BiVAXT-D] - Big VAWT Draft [for MOEHRSHIP]

Beitrag von shure » Di 17. Jul 2012, 00:30

aron hat geschrieben:Was sagst Du dazu: (?)
http://www.winnerbatterien.de/autobatte ... ::124.html
Als Akku für DiVER ggf?
Generell sind Blei-Gel und AGM Batterien schon besser als Nasszellen, aber halt auch teurer. Schlecht an dem Modell ist das Gewicht, kann man nur zu zweit mit Mühe handlen, um z.B. mal die Energie woanders hin mitzunehmen ist das unpraktisch.

Preisleistung ist bei diesen deutlich besser:

http://www.winnerbatterien.de/autobatte ... ::116.html

Für ein DiVER grid würde ich auch eher 2 bis 4 von den kleineren <210Ah nehmen. Mit 4 Batterien wären das dann 4 x 210Ah x 12V = 10kWh. Mit einer einzelnen Batterie 2,5kWh. Jaja, die Energiedichte bei Batterien... leider schwach :-D

Mit der vollen 2,5kWh Ladung kann man z.B. 1-2 volle Tage mit effizientem Laptop, Musik und schwacher (LED) Beleuchtung arbeiten.

Wie wäre es mit einem 24V DiVER für moership, es gibt eh schon viele Geräte die ohne Wandler auf 24V laufen im mobile home Bereich. Ich würde dann 2 von den 210Ah nehmen.
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aron
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Re: [BiVAXT-D] - Big VAWT Draft [for MOEHRSHIP]

Beitrag von aron » Di 17. Jul 2012, 01:18

jow schaut gut aus. 2x 210Ah - lass mal nochmal die Datenblätter wälzen wie die sich beim Lade/Entladezyklen verhalten - manche sollte man ja nicht unzer 50% entladen ohne die teile zu runinieren :)

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case
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Re: [BiVAXT-D] - Big VAWT Draft [for MOEHRSHIP]

Beitrag von case » Di 17. Jul 2012, 03:09

Hi Aron,

also, über die Batteriegeschichte müssen wir auf jedenfall nochmal an anderer Stelle gesondert reden ;) das ist jedenfalls ein Thema, was mich brennend interessiert. Normale Autobatterie hat sagen wir mal 500 Ladezyklen, da passt etwas weniger als 1 KWh rein, macht über die gesamte Lebensdauer rund 500 KWh. Für das Geld was eine Batterie kostet kann ich mir schon fast die 500KWh beim RWE kaufen :( Ladezyklenanzahl ist jedenfalls das Stichwort, ich sage da nur Edison-Batterie (bzw. Nickel-Eisen-Akku).

Aber ich wollte eigentlich was anderes ;) Und zwar noch kurz nen Tip bezüglich einem günstigen Generator loswerden:

Ich hab mal wo gelesen, das gerade für Langsamläufer Elektromotoren aus manchen, eher älteren Waschmaschinen gut geeignet sein sollen. Also etwa im Vergleich mit Auto-Lichtmaschinen. Hintergrund ist, das soone Lichtmaschine erst ab 1500 u/min überhaupt erst anfängt ausreichend Strom zu erzeugen. Ergo werden in allen Windradprojekten die sowas verwenden, die Dinger neu gewickelt. Oder es wird gleich ein eigener Generator selbsgebaut.

Die alten Waschmaschinenmotoren hingegen erzeugen schon bei relativ niedriger Umdrehungszahl Strom. ich schätze mal das hat was damit zu tun, das soone Waschmaschine im betrieb ja auch relativ langsam, dafür aber mit großer Kraft dreht. Und man kanns wohl einfach testen, indem man bei einer in Frage kommende Schrottwaschmaschine ein Messgerät anklemmt und dann manuell ein paar Umdrehungen der Trommel macht.

Soweit die Theorie ;) aber ich hab als vor ein paar Monaten unsere alte Waschmaschine wg. kaputten Dämpfern ausrangiert werden musste das Teil sicherheitshalber mal beiseite gestellt und nicht weggeschmissen; es harrt seitdem seiner Ausschlachtung ;)

Gruss, Oliver
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Re: [BiVAXT-D] - Big VAWT Draft [for MOEHRSHIP]

Beitrag von aron » Di 17. Jul 2012, 12:40

Super Idee - das sollten wir mal probieren. Hättest Du denn Interesse das mal zu messen bzgl. der Waschmaschienenmotoren. Man bräuchte dann eigl nur eine recht gute Übersetzung bzw. vl auch nen Kadernantrieb anstatt Kette. Also gedacht ist möglichst wenig Reibungswiderstand und eine optimale Übersetzung um mit möglichst wenig Kraftaufwand möglichst viel Energie zu generieren.

Toll ist dass in der Werkbox3 in Muc ja lastenfahrräder gebaut werden. Da finden sich bestimmt tolle Synergien!

Lg,
Aron

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Re: [BiVAXT-D] - Big VAWT Draft [for MOEHRSHIP]

Beitrag von shure » Di 17. Jul 2012, 13:15

Waschmaschinenmotoren haben genauso Anker- und Feldwicklung und beides muss bestromt werden, wie bei der Lichtmaschine. Egal ob Nebenschluss, Kurzschlussläufer, Universalmotor... Wenn da keine Permanentmagnete drin sind, kann man den Motor nicht gut als Generator verwenden.

Man könnte einen neuen Rotor basteln für einen WaMa-Motor mit Magneten, also ihn nachträglich damit ausrüsten. Dazu dann noch dreiphasig neu wickeln auf die bestehenden Blechpakete. So wurde es auch schon gemacht und das ganze ist so in Betrieb bei ein paar DIY-Windkrafträdern.

Nachteil gegenüber einem permanentmagneterregten eisenlosen Axialflussgenerator: Rastmoment (Cogging), Radialer Aufbau, Hohlräume, mehr Reibung, mehr Lagerstellen (outdoors nicht so praktisch), Übersetzung meist trotzdem noch nötig, allein schon wegen dem kleineren Durchmesser, das Wuchten ist schwieriger, die Kupplung komplizierter, der Platzbedarf größer.

Von der Effiziens und dem Materialeinsatz her ist ein kompletter Eigenbau schon am besten.

Ein gebrauchter/alter Industrieservomotor mit defektem oder gar ohne Encoder passt ganz gut als DIY-Lösung ohne Eigenbau/Umbau: Recht gut abgedichtet, PMDC-type hat Permanentmagnete und braucht absolut keinen Strom, um welchen zu erzeugen ;)
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Re: [BiVAXT-D] - Big VAWT Draft [for MOEHRSHIP]

Beitrag von aron » Di 17. Jul 2012, 15:35

Hmm falls da jemand lust hat sich im internet auf die Suche zu begeben, wo man so Industrieservomotoren auftreiben / kaufen kann, wäre das super. Was für Spezifikationen müsste so ein Motor denn aufweisen um für unseren Einsatzzweck geeignet zu sein?

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Re: [BiVAXT-D] - Big VAWT Draft [for MOEHRSHIP]

Beitrag von case » Di 17. Jul 2012, 16:22

Hi,

ich hab nochmal nachgeschlagen, ich hatte die Anregung aus "Einfälle statt Abfälle" Windkraft Heft Nr. 4. (Thema: Langsamläufer-Bauanleitung)

Christian Kuhtz beschreibt darin, dass er jahrelang aufgrund dieser Problematik nur Schnellläufer gebaut hat, bis dann zufällig jemand entdeckte, dass sich bestimmte Waschmaschinenmotoren hervorragend eignen, da sie mit Permanentmagneten ausgestattet sind.

Hier ein kurzer Auszug daraus:
Phillip und ich bauten das erste Windrad dieser Art in knapp drei Tagen. Schon die erste Probe auf einem Handwagen war ein voller Erfolg: Bei 3 m/sek (=Windstärke 2) beginnt es, die Batterie zu laden, bei 4 m/sek liefert es 10-15 Watt, bei 4,5 m/sek schon 25 Watt ! Andere Windräder (Schnelläufer) fangen bei 4,5 m/sek oft gerade mal an zu laden und verschenken den schwächeren Wind einfach. Die Höchstleistung liegt bei 150 Watt.
Weiter hinten im Heft ist dann auch eine direkte Vergleichsmessung mit einem Schnellläufer und einem Kurvendiagramm .
Zu den Motoren sagt er noch:
Geeignete Waschmaschinenmotoren fanden wir vor allem in Waschmaschinen der Marke "Phillips", aber auch in anderen Fabrikaten, zB. "Zanussi", "AEG", "Gorenje". Sie wurden von Zuliefrerfirmen ("Polymotor Italiana", "Thomson Nevers France") für viele Marken hergestellt. Kennzeichen:

- Dauermagnete statt Kupferdrahtwicklungen im (Stator)-Gehäuse
- Gehäuse aus glattem, dicken Blech statt aufeinandergeschichtete Bleche
- nur 2 (statt 4 bis 7 Anschlusskabel, gegenüber (an Kohlebürstenhaltern)
- Oft mit Schraubenschlüssel o.ä. Magnetismus am Gehäuse fühlbar
- Test mit Glühbirne (s.o.) oder: beide Kabel abziehen, drehen - läuft leicht. Motor von Anschluss zu Anschluss kurzschliessen, wieder drehen - viel schwergängier, wenn bzw. weil er Strom erzeugt.
[...]
Leider wurden aber in Waschmaschinen seit ca. 1995 nur noch Motore ohne Dauermagnete eingebaut, die sich nicht als Generator eignen.
Ich denke mal, Alex hat schon recht mit dem Generator-Selbstbau (wir wollen ja auch nachbaubare Blaupausen liefern, aber für mal eben schnell und günstig was für den Eigenbedarf zusammenzubauen ist dies vielleicht eine Alternative. Bei eBay gibts oft günstig Motoren für ältere Waschmaschinen, vielleicht kann man auf diese Weise schnell geeignete Motoren für kleines Geld finden.

Und die Heftreihe kann ich auch nur empfehlen, es gibt mehrere Hefte zu Windrädern und egal ob man da nun aus Schrott was zusammenstrickenmöchte oder nicht, es sind einfach auch sehr viele gute Grundlageninfos in einer besonders für den Laien gut verständlichen aber auf das wesentliche beschränkten Form enthalten. Ich habe auch selbst die meisten dieser Hefte. Sind auch nicht teuer Preis liegt bei 2.50 bis 4.- EUR pro Heft.

Gruss, Oliver

PS: Aron, jau, ich werd mal nachschauen was für ein Motor sich in meiner Waschmaschine befindet, Bin jetzt selbst neugierig geworden ;)
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Re: [BiVAXT-D] - Big VAWT Draft [for MOEHRSHIP]

Beitrag von aron » Di 17. Jul 2012, 16:43

Ja, super! Wenn wir etwas finden, dass gut funktioniert (z.B. so einen Motor) dann können wir den auch als Basis für eine Weiterentwicklung (OSE-eigene Konsturktion) verwenden. Das ist es ja, was Wissenschaft und Forschung ausmacht. Es ist ja nciht so, dass wir nun das Rad neu erfinden müssen/sollten nur weil wir OpenSource machen und dem Zwang unterlegen sind, alles selbst und von grund auf neu aufbauen zu müssen ;)

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